Leserbrief

Zu dem Artikel „Ein lohnender Blick über den Tellerrand“ vom 21. Februar:

Die aufwändige Entscheidungsfindung hätte die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, im Stadtrat, beim Touristservice, im Citymarketing sowie die Vermieter der Geschäftsimmobilien schon vor vielen Jahren beschäftigen müssen. Leider herrschte hier eine selbstgefällige Zufriedenheit nach dem Motto „Hauptsache, wir haben unsere 5. Jahreszeit, die Kinderzeche“. Dass die angeblich schönste Altstadt Deutschlands über Jahrzehnte die 4 anderen Jahreszeiten mehr oder weniger verschlafen hat, ändern auch nicht die (inzwischen abgeblasenen) Outlet-Pläne, das Open-Air-Festival im Sommer oder der 08/15-Weihnachtsmarkt im Dezember.

Was die Altstadt bräuchte ist eine nachhaltige Verbesserung der Aufenthaltsqualität, der Einkaufs- und Erlebnisatmosphäre - und das funktioniert unter anderem mit restriktiver Verbannung des Individualverkehrs aus den engen Gassen, Plätzen und Strassen. Andere Städte haben das schon vor Jahren begriffen und zudem ausreichend Parkplätze, Tiefgaragen und/oder Parkhäuser für Bewohner und Besucher geschaffen. Dinkelsbühl aber fiebert alljährlich seiner Kinderzeche entgegen.

© Schwäbische Post 23.02.2018 22:00
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