Nun die Polygamie?

Zu: Leserbrief von Christine Fuchs: Familiennachwuchs und Karin Böhme: Nicht in unserem Namen:

In der Zeitschrift factum 1/2018 heißt es: „Kritiker der „Ehe für alle“ hatten gewarnt, dass mit Zerstörung des Ehebegriffs über kurz oder lang auch die Vielehe thematisiert wird. Die Debatte ist eröffnet.

Die Nachwuchsorganisation der FDP, die „Jungen Liberalen“ in Schleswig-Holstein, eröffnen nun diese Diskussion: Es solle möglich sein, mehrere Verantwortungsgemeinschaften parallel zu führen.

Mit diesem Schritt soll die Realität vielfältiger Lebensmodelle abgebildet und ermöglicht werden, heißt es in einem Beschluss der „Jungen Liberalen“. Der Entscheid verkennt, dass Vielehen bislang nicht zur deutschen Wirklichkeit gehören, sieht man von der islamischen Polygamie ab, die auch in Deutschland existiert. Zwar handelt es sich hier nicht um Vielehen nach deutschem Rechtsverständnis. Es handelt sich vielmehr um Fälle, in denen ein offiziell und amtlich verheirateter Muslim weitere Ehen führt, die nur von einem Imam geschlossen wurden.

Nach dem islamischen Scharia-Recht, darf ein Mann bis zu vier Frauen haben. Wenn ein Muslim in Deutschland diese Ehen eingeht, dann gelten diese zusätzlichen Frauen rechtlich als alleinstehend, beziehungsweise als alleinerziehende Mütter.

Welche Kosten da wohl auf uns zu kommen!

© Schwäbische Post 18.02.2018 21:12
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