Lesermeinung

Zu: Macron fordert mehr Europa. Der französische Präsident spricht im Deutschen Bundestag. In der Schwäbischen Post vom 19. November:

„Es ist nicht zu erwarten, dass unter Berücksichtigung nationaler Interessen die 27-EU-Staaten sich einvernehmlich bereit erklären, mehr Souveränität an die Europäische Union abzugeben. Der französische Präsident Macron fordert ein gemeinsames, milliardenschweres Eurozonen-Budget und die Weiterentwicklung des Euro-Rettungsfonds ESM. Diese Vorhaben ebnen den Weg in eine weitere Haftungs- und Transferunion, die in Deutschland mehrheitlich abgelehnt wird.
Ab dem Jahr 2016 hat Finanzminister Wolfgang Schäuble bereits das Geldvermögen deutscher Sparer (über 100 000 Euro) in Höhe von 2000 Milliarden Euro als Sicherheit für Kredite der Banken klammer Euro-Länder verpfändet. Ob das Pfand zur Verwertung kommt, werden die Sparer im Jahr 2024 erfahren, wenn die EU-Kommission die Sparer-Mithaftung in der Währungsunion realisiert hat.

Da die Bürger bei der repräsentativen Demokratie (EU-Parlament) wenig Einfluss auf die Gestaltung Europas haben und es für viele an nachvollziehbarer Transparenz der europäischen Organe mangelt, sind unabhängige, investigative Journalisten und eine Presse, die nicht der Zensur durch die Politik unterworfen ist, von zentraler Bedeutung.“

© Schwäbische Post 06.12.2018 17:58
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