Lesermeinung

Zu Protesten der Landwirte:

Der Leserbrief von Frau Regele vor einigen Tagen – „Man sollte den Bauern die Füße küssen“ – muss unsere Unterstützung erfahren. Landwirte müssen ihre Interessen öffentlich vertreten.

Vor der Kochertalmetropole haben am Samstag ein Dutzend Bauern verschiedener Vereinigungen anlässlich des CDU-Kreisparteitages gegen die Landwirtschaftspolitik des Bundes demonstriert. Bulldogs mit Anhängern trugen Plakate wie „Die Henker der Landwirtschaft“, darunter Fotos von Julia Klöckner, Kanzlerin Merkel oder EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. So nicht! Das ist unter der Gürtellinie, menschenverachtend ungehörig und trägt nicht zur Versachlichung eines Miteinanders bei. Solche Plakate vergiften die Situation. Ich bin sicher, dass der Staat in dieser Hinsicht eine Lösung findet.

© Schwäbische Post 05.10.2020 22:06
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Kommentare

Christine Fuchs

Nein Frau Nell,  der Staat wird keine Lösung finden. Die Landwirtschaft wird mit lauter Gesetzen und Vorschriften aus Brüssel geknebelt.  Unserer Politiker sind die Handlanger von Brüssel. Frau Klöckner arbeitet mit der Wirtschaftslobby zusammen . Ist unsere Landwirtschaft am Ende,  liefert der Ostblock. So geht es nicht. Die Böden werden wegen Einfamilienhäusern versiegelt  . Die Auflagen für die Bauern sind inzwischen so hoch, dass einer nach dem anderem aufgibt. Auf Beton kann man schlecht Kartoffeln anbauen und es kommen ganz bestimmt wieder andere Zeiten. Aber wir können nicht noch ein paar Jahre warten. Wenn es um Diätenerhöhungen geht, sind unsere Politiker doch sehr schnell. Also jetzt Tempo.  Man darf den Bauern für ihren wertvollen Beruf wirklich  die Füsse küssen.

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