Völlig verfehlte Stadtpolitik

Zu: Sollen Käufer den Preis hochtreiben?

Ich halte das Ansinnen, ein im Stadtbesitz befindliches „Filet-Grundstück“ im Hüttfeld höchstbietend zu versteigern, für völlig verfehlt. Was bedeutet ein einmaliger Gewinn von 100 000 Euro angesichts der heutigen Baupreise? Damit ist dem Sozialen Mietwohnungsbau kaum geholfen und schlimmer: Woher kommt letztlich wohl das Geld der zahlungskräftigen Besitz-Interessierten? Es ist meines Erachtens nicht richtig, unser aller Gemeineigentum zu verscherbeln. Wir brauchen stattdessen eine starke verantwortliche Stadt- und Bodenpolitik, die an einem gemeinwohl-orientierten Kurs festhält und ihn noch weiter ausbaut. Dass eine kluge Sozialpolitik wunderbar gelingen kann, zeigt der, schon vor langer Zeit eingeschlagene Weg der Ulmer Grundstückspolitik.

Aalen

© Schwäbische Post 06.11.2020 22:07
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