Lesermeinung

Zu Thema „Härtsfeldtrasse“:

Zurück aus meinem Urlaub in Kärnten komme ich nicht umhin, der Zeitung einen Kommentar anzubieten.

Der Drauradweg (über 500 Kilometer, teilweise identisch mit dem Alpe Adria Radweg) ist einer der am meisten frequentierten Radwege in den Alpen und führt auch durch größere Städte wie Villach.

Die Nutzerzahl erreicht 1000 bis bis 5000 Radlern täglich, in den Städten kommen Fußgänger, Jogger (und Bedienungen von Lokalen) dazu.

Direkt auf Höhe der Villacher Altstadt führt der Radweg durch ein Lokal! Nach Rücksprache mit der Bedienung bekam ich die Auskunft, dass ihr keine Unfälle in diesem Jahr bekannt sind und ihr auch noch kein Tablett heruntergerissen wurde. (...)

Stellt sich doch die Frage: Warum kann es im schwäbischen Unterkochen nicht gelingen, einen Weg gemeinsam zu nutzen, an dem wahrscheinlich nicht mal ein Prozent der Frequenz auftritt?

Die Antwort ist ganz einfach: Einige wollen das nicht und suchen beharrlich Argumente, warum das nicht gehen soll.

Jedenfalls ist der Drauradweg an der vorgestellten Passage weder durch besondere Hinweisschilder, noch durch Verbote etwa für deutsche Radfahrer (100 Prozent rüpelhaft?), Jogger (100 Prozent Kopfhörer im Ohr?) oder Fußgänger (100 Prozent blind und taub?) abgesichert.

Auch konnte auf über 500 Kilometer keine relevante Beeinträchtigung der Natur gefunden werden. Und, oh Wunder, es funktioniert!

Wie will die Menschheit zukünftig auf diesem Planeten miteinander auskommen, wenn an der Basis ein Waldweg von zwei Kilometern nicht zusammen nutzbar ist?

© Schwäbische Post 27.07.2020 20:53
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Kommentare

Helmut Wimmer

Hallo Herr Rossow,

das ist ja das unverständliche an diesem Thema: Es funktioniert x-tausend mal auf der Welt mit ein bisschen Rücksicht und Toleranz, aber auf der mega-stark frequentierten Härtsfeld-Schättre-Trasse soll es nicht funktionieren? Das ist ja das unverständliche.

Dazu bedient man sich "Argumenten" die an den Haaren herbeigezogen sind und "Alternativen", die kaum einer der Bürgerinitiativ-Mitglieder selber fahren kann. Das Highlight der BI-Verkehrsexperten gipfelt in einem Wunsch nach einer Seilbahn. Na ja.

Mein Fazit: Das Spiel hier heisst Unterkochen gegen Aalen, die „Argumente“ haben Alibifunktion. Die Ursache liegt in der Vergangenheit.

Karl-Heinz Miehlich

Hallo Herr Rossow,
dass eine Minderheit angeführt vom früheren Ortvorsteher Karl Maier dem Rest der Bevölkerung des Ostalb Kreises und Deutschland dies verwehrt mit Argumenten die es nur in Unterkochen gibt ist unerhört. Ich bin Mitglied der Naturfreunde und ich befürworte die Öffnung des Tunnels mit Zwischendecke für Fledermäuse. Würde auch 1000 €uro dazu beitragen.
Die meisten die seit Jahren Leserbriefe schreiben, um Sympathien zu bekommen sind die Gegner der Öffnung. Ich fahre selbst viel Rad ohne Strom und diese Tunnelöffnung wäre das beste um nicht mit dem Auto die Räder aufs Härtsfeld zu fahren. Die Mehrzahl der Bürger auf dem Härtsfeld und des Ostalb Kreises wären bestimmt dafür. Angst vor den Radfahrern müsste niemand haben. Überall geht es gemeinsam Rücksicht aufeinander zu nehmen nur auf der Schättere Trasse angeblich nicht.
Mfg
Karl-Heinz Miehlich / Aalen

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Ventilator

Das lange hin und her, "Wir dürfen nicht,Wir wollen nicht",führt bei beide Lagern zu keiner Einsicht. Im Gegenteil,es erhitzt nur noch mehr die Gemüter.

Es sollte endlich vom Fiskus entschieden werden und gut;nach alter deutschen Tradition. Die Fledermäuse können sich eh nicht dagegen wehren.

Klaus-Uwe Ehinger

Helmut Wimmer schrieb am 28.07.2020 um 09:04

Hallo Herr Rossow,

das ist ja das unverständliche an diesem Thema: Es funktioniert x-tausend mal auf der Welt mit ein bisschen Rücksicht und Toleranz, aber auf der mega-stark frequentierten Härtsfeld-Schättre-Trasse soll es nicht funktionieren? Das ist ja das unverständliche.

Dazu bedient man sich "Argumenten" die an den Haaren herbeigezogen sind und "Alternativen", die kaum einer der Bürgerinitiativ-Mitglieder selber fahren kann. Das Highlight der BI-Verkehrsexperten gipfelt in einem Wunsch nach einer Seilbahn. Na ja.

Mein Fazit: Das Spiel hier heisst Unterkochen gegen Aalen, die „Argumente“ haben Alibifunktion. Die Ursache liegt in der Vergangenheit.

Entschuldigen Sie Herr Wimmer, Sie haben nun mal überhaupt nichts verstanden. Die BI Ebnater Steige und der Radweg sind nicht dasselbe (auch nicht dieselben Personen). 
Auch geht es im Grunde nicht um das Verbot von Radfahrern auf der Schättretrasse, sondern um den Radweg-gerechten Ausbau der Schättretrasse. Ohne diesen Ausbau darf dieser Weg nicht als offizieller Radweg benannt werden. Der Ausbau ist unnötig teuer, vernichtet einzigartige Flora und Fauna.
Leider ist es in unserem Land nicht möglich, einfach alles beim alten zu lassen.
Radfahrer und Fussgänger teilen sich seit Jahrzehnten diesen Weg.
Kein Mensch braucht eine gesetzeskonforme Radfahrer-Fußgänger-Autobahn im FFH-Gebiet.......

Häberle & Pfleiderer

Die Härtsfeldtrasse, wie sie aktuell ist, kann man mit nichts anderem vergleichen **

Lasst dieses Stück Natur , Natur bleiben.... muss den alles gepflastert und zu betoniert werden nur weil es Radler gibt, welche sonst keinen Weg aufs Härtsfeld finden ? 

Wenn ich mit dem Rad dort hin möchte, finde ich einen Weg auch bis zum Härtsfeldsee ohne Auto ..

Als Fußgänger wurde ich auf dem Kombi Weg zum Remseck an einem Sonntag, mehrmals von hinten kommenden Radlern angerempelt, ohne je eine Entschuldigung zu erfahren, *

Und wenn ich schon lese, dass ein Radweg durch eine Lokalität führen muss ? sagt das doch welche Unvernunft von solchen Planern ausgeht ...

Wie wärs, wenn der dortige Radler, sein Wohnzimmer zum Radweg umfunktionieren würde ..

Erst wenn das letzte Stück Natur zu betoniert ist, fängt der Mensch an zu denken *** 

Ventilator

FFH-Gebiet ??  Wem es jemand auch so geht,hab es gegoogelt und jetzt weiß ich's !

FFH-Gebiete sind spezielle europäische Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurden und dem Schutz von Pflanzen (Flora), Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitaten) dienen.

Na wenn das so ist.

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