Lesermeinung

Zum Artikel „Von Straßen bis Internet – was die Ostalb braucht“:

Individualverkehr für Berufspendler – ein Widerspruch. Stau, Lärm, giftige Abgase entstehen dort, wo untaugliche Verkehrsmittel genutzt werden (Berufspendler in Pkw, Waren über lange Distanzen per Lkw). Kostengünstige, flexible, umweltschonende Lösungen gibt es genug, doch weiter so lautet die Devise der CDU: neue Straßen, durch den Wald, über den Albtrauf, vorbei an Orten; dorthin, wo es vorher leise war, intakte Natur und saubere Luft gab.

Ja, auch die Schiene sei wichtig. Siehe Brenzbahn: Nach Jahrzehnten der Missachtung durch den CDU-Verkehrsexperten Brunnhuber und Nachfolger Kiesewetter, soll sie nun elektrifiziert werden. Strom ist gut. Aber nur mit einer zweiten Spur fahren mehr Züge! Das dauert Jahre. Alternative bis dahin: Einbahnverkehr auf der Ebnater Steige. Je eine Stunde – morgens runter, abends hoch. Dazu keine Lkw-Ausnahmegenehmigungen und intensiver Einsatz von Werksbussen.

Die Alternativen zur B29 neu? Erstens: digitalisieren. Von Bopfingen bis Aalen – tempogesteuerter Verkehr. Verhindert Stau, mindert Lärm und sorgt für Sicherheit. Zweitens: Riesbahn – gähnende Leere auf dem Gleis! In den 1,5 Stunden Stoßzeiten morgens und abends S-Bahn-Takt zwischen Bopfingen-Aalen. Kosten je km 8 Euro (jährliche Summe 920 000 Euro). Ab Aalen mit Werksbussen zu den Firmen.

Wälder- und Äcker zubetonieren war gestern. Was brauchen unsere Kinder und das Klima? Den Erhalt der Natur. Das hat höchste Priorität.

© Schwäbische Post 23.07.2020 20:57
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