Lesermeinungen

Zum Artikel „Wird der Radweg 2021 fertig?“, erschienen in der GT am 24. Dezember:

Da ich selbst begeisterter Radfahrer bin, muss ich zunächst sagen, dass ich mich grundsätzlich für jeglichen Ausbau und Neubau von Radwegen ausspreche, wo dies durchdacht und praktisch gut umsetzbar ist. In Bezug auf den geplanten Radweg zwischen Schwäbisch Gmünd und Mutlangen hege ich aus mehreren Gründen Zweifel (...). Ich selbst bin in der Becherlehenstraße aufgewachsen und habe oft genug erlebt mit welcher Geschwindigkeit Radfahrer aus dem Wald geschossen kommen (...). Im Vergleich zu damals parken mittlerweile in der gesamten Straße (...) PKW, zum Teil sogar beidseitig. Zum einen wird den Anwohnern dadurch beim Ausfahren aus der Garage die Sicht genommen (...). Zum anderen wird die Straße (...) so schmal, dass Autofahrer, wie Radfahrer bei Gegenverkehr in Parklücken ausweichen müssen, was Radfahrer in der Regel aber leider nicht tun und es oft zu gefährlichen Manövern kommt. (...).
Oder wie haben sich die Befürworter des ADFC diesen Radweg vorgestellt? Wird es ein absolutes Parkverbot in der gesamten Becherlehenstraße geben? Wird das Ordnungsamt auch die Radfahrer, die schneller als 30 km/h fahren, zur Kasse bitten?
Des Weiteren spricht sich Herr Kaiser dafür aus, den Weg durch den Wald zu teeren, dass er geräumt und gesäubert werden kann. Herr Kaiser, was glauben Sie, wann der Räumdienst bei starkem Schneefall dazu kommt, diese Nebenstrecke tatsächlich vom Schnee zu befreien? (...). Und wie oft im Herbst dieser Weg von Laub und Moss gereinigt werden müsste, (...) wurde bisher in den Planungen gar nicht berücksichtigt. (...). Ich möchte mir auch gar nicht vorstellen, was passieren kann, wenn es auf diesem Waldweg zu Begegnungen zwischen Radfahrern, die auf einem geteerten (...) Weg locker 45 km/h drauf haben, und Fußgängern kommt (...). Wer übernimmt hier die Verantwortung?
Mir ist bewusst, dass es für einen Radweg zwischen Schwäbisch Gmünd und Mutlangen eine Lösung braucht. Aber diese kann nicht der Ausbau des Waldweges sein. Viel besser könnte ein Radweg entlang des Becherlehenbachs verlaufen, der auf Höhe der ehemaligen Eisengießerei Gatter wieder in die Becherlehenstraße mündet. Wer sichere und vernünftige Radwege haben will, muss eben auch etwas Geld in die Hand nehmen und darf nicht (...) mit der Gesundheit der Radfahrer und Anwohner spielen.

© Schwäbische Post 28.12.2020 21:07
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