Nur begrenzt sinnvoll

Zum Bericht „Experten warnen vor weiterem Anstieg der Neuinfektionen“ in der GT vom 4. November:

Bei allem Respekt vor dem RKI. Die Anzahl von 400 000 täglich Neuinfizierten an den Weihnachtstagen ist mit Sicherheit zu hoch gegriffen. Hier wird mit exponentiell anwachsenden Zahlen gerechnet. Wenn man die Rechnung genauso weiterführt, erhält man für Ende Januar einen Wert von knapp 4 Millionen täglich Neuinfizierten. Prognosen mit wachsenden Exponentialfunktionen sind aus mathematischen Gründen nur begrenzt sinnvoll. Wie es an Weihnachten aussieht, kann heute noch niemand wissen.

© Schwäbische Post 08.11.2020 17:37
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Kommentare

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 10.11.2020 um 18:32

Und das sagen Sie einfach mal den an/mit Corona verstorbenen ( RKI von heute ) 11.506 Menschen!

Sie können nicht mit Toten sprechen?

Dann sagen Sie es einfach den Angehörigen der 11.506 ( RKI von heute ) Toten.

Das ist immerhin ein Blutzoll ( nach etwa 9 Monaten ) von etwa 3 Jahren Straßenverkehr!

Und bitte versuchen Sie nicht mit Worten oder Links das Elend dadurch relativieren zu wollen, dass an/mit anderen Krankheiten und Unfällen doch sehr viel mehr Menschen in Deutschland pro Jahr stürben - und irgendwann ist jeder dran, auch Sie, aber das ist völlig normal.

Das spricht aber nicht dagegen, einen vorzeitigen, vermeidbaren Tod vermeiden zu wollen.

Mit Leid und Mitleid ist mein (Lebens-)Rucksack prall gefüllt! Hier werden jedoch auch Ihre Zahlen zur Begründung einer Pandemie veröffentlicht, die "andere" Wissenschaftler" (mit anderen ganzheitlichen Gedanken?) nicht erkennen können (wollen?). Hier zeigt sich der Einfluss und die Verantwortung der Wissenschaft auf die Politik - und Sie werden doch nicht annehmen, dass ich eine Antwort auf meine Fragen habe. Wie diese auch lauten würde, Sie würden als erster widersprechen! 

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 10.11.2020 um 18:15

"Die Sterblichkeit in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 liegt im Normalbereich der Jahre 2016 - 2020"

Und das sagen Sie einfach mal den an/mit Corona verstorbenen ( RKI von heute ) 11.506 Menschen!

Sie können nicht mit Toten sprechen?

Dann sagen Sie es einfach den Angehörigen der 11.506 ( RKI von heute ) Toten.

Das ist immerhin ein Blutzoll ( nach etwa 9 Monaten ) von etwa 3 Jahren Straßenverkehr!

Und bitte versuchen Sie nicht mit Worten oder Links das Elend dadurch relativieren zu wollen, dass an/mit anderen Krankheiten und Unfällen doch sehr viel mehr Menschen in Deutschland pro Jahr stürben - und irgendwann ist jeder dran, auch Sie, aber das ist völlig normal.

Das spricht aber nicht dagegen, einen vorzeitigen, vermeidbaren Tod vermeiden zu wollen.

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 10.11.2020 um 17:03

Ich habe mir seit Beginn der Pandemie ( seitdem mir klar war, dass es nichts sei, was man auf einer A...backe absitzen kann ) die täglich vom RKI veröffentlichten Zahlen über Infektions- und Todeszahlen abgerufen und gespeichert. Wenn ich diese Zahlen zu Rate ziehe, hatten wir Anfang November im 7-Tagesdurchschnitt von 0,5% Todesfällen bezogen auf die Zahl der gemeldeten Infektionen - im September war die Zahl übrigens 0,3%. Ende April bis Anfang Mai lag der 7-Tagesdurchschnitt bei +10% Todesfälle bezogen auf die Zahl der gemeldeten Infektionen.

Dazu brauche ich keinen Link ins Internet.

Ich hatte leider bei meinem ersten Post noch einen Hinweis auf die Softwareumstellung beim Landratsamt vergessen - seit dem 02. November ist man nicht in der Lage ( und heute ist der 10. November! ), die Datenbank nach der Softwareumstellung so zu bestücken, dass ortsaufgelöste Zahlen veröffentlicht werden können. Da hat man wohl vergessen, etwas Asphalt zum Ausbessern der Datenautobahn zu bestellen, oder?

Ich halte übrigens diese urtümliche Datenübertragung von den Laboren über das Landratsamt ( mit 'Licht aus' am Freitagnachmittag bis Montagmorgen ) über das Landes ... ministerium ( mit 'Licht aus' am Freitagnachmittag bis Montagmorgen ) zum RKI für schlimmer als irgendwelche zahlenmäßig berechnete Szenarien.

"Dazu brauche ich keinen Link ins Internet": Sie nicht, andere Leser*innen schon. Ihre Arbeit mit Zahlen und Ihre Analysen nehme ich zur Kenntnis und stelle sie der Aussage gegenüber: 

"Die Sterblichkeit in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 liegt im Normalbereich der Jahre 2016 - 2020" . Der Rechtsbegriff „Epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ und seine Konsequenzen beschäftigen mich und deshalb benötige ich Fachleute wie Sie, um mein "Umfeld" aufklären zu können. Danke im Voraus!

In my humble opinion

Frieder Kohler schrieb am 10.11.2020 um 14:36

...

Vorsicht Glatteisgefahr
...

Ich habe mir seit Beginn der Pandemie ( seitdem mir klar war, dass es nichts sei, was man auf einer A...backe absitzen kann ) die täglich vom RKI veröffentlichten Zahlen über Infektions- und Todeszahlen abgerufen und gespeichert. Wenn ich diese Zahlen zu Rate ziehe, hatten wir Anfang November im 7-Tagesdurchschnitt von 0,5% Todesfällen bezogen auf die Zahl der gemeldeten Infektionen - im September war die Zahl übrigens 0,3%. Ende April bis Anfang Mai lag der 7-Tagesdurchschnitt bei +10% Todesfälle bezogen auf die Zahl der gemeldeten Infektionen.

Dazu brauche ich keinen Link ins Internet.

Ich hatte leider bei meinem ersten Post noch einen Hinweis auf die Softwareumstellung beim Landratsamt vergessen - seit dem 02. November ist man nicht in der Lage ( und heute ist der 10. November! ), die Datenbank nach der Softwareumstellung so zu bestücken, dass ortsaufgelöste Zahlen veröffentlicht werden können. Da hat man wohl vergessen, etwas Asphalt zum Ausbessern der Datenautobahn zu bestellen, oder?

Ich halte übrigens diese urtümliche Datenübertragung von den Laboren über das Landratsamt ( mit 'Licht aus' am Freitagnachmittag bis Montagmorgen ) über das Landes ... ministerium ( mit 'Licht aus' am Freitagnachmittag bis Montagmorgen ) zum RKI für schlimmer als irgendwelche zahlenmäßig berechnete Szenarien.

Frieder Kohler

In my humble opinion schrieb am 10.11.2020 um 13:52

Nun, mit der Mathematik ist das so eine Sache, die kann mit "unendlich groß" und "infinitesimal klein" rechnen, sie kann mit Imaginärzahlen ( Quadratwurzel aus -1 ) rechnen und die Entsprechung in der Physik ( = Realität ) ist nicht immer einsichtig.

Bei der Beschreibung der Physik mittels mathematischer Formel muss man immer vorsichtig sein, wie schon die alten Griechen mit dem Beispiel "Herkules und die Schildkröte" gezeigt haben, auch die heutigen Forderungen aus der Wirtschaft nach "X Prozent Wachstum" führt sich real bei der Endlichkeit der irdischen Ressourcen ad absurdum - nicht jetzt, nicht morgen, aber später umso sicherer.

Mit der "Unendlichkeit" und den mathematischen Potenzformeln haben wir Menschen schon immer Schwierigkeiten gehabt, siehe die Erzählung von der Erfindung des Schachbretts und deren Vergütung ( ein Reiskorn aufs erste Feld, zwei aufs zweite, vier aufs dritte, acht aufs vierte ... ).

Insofern - und mangels der Fähigkeit der Menschen, wirklich in die Zukunft zu blicken - ist jede Berechnung der Zukunft aufgrund der aus den Anstiegen hergeleiteten Formeln nur eine Warnung vor den hässlichen Konsequenzen einer fortdauernden Missachtung von AHA in Zeiten der Pandemie. Denn wenn diese Zahlen Wirklichkeit werden würden, gingen dem Virus kurz darauf auch die Menschen aus, die es infizieren könnte. Und wenn dazu noch mangels medizinischer Kapazitäten die Todesrate wieder wie zu Beginn so bei 10% der Infizierten läge ( und nicht wie jetzt bei 0,5% ), könnten wir uns ausrechnen ...

"die Todesrate wieder wie zu Beginn so bei 10% der Infizierten läge" -

Vorsicht Glatteisgefahr, denn das Statistische Bundesamt stellt eine Sonderauswertung „Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen und Bundesländern für Deutschland 2016 – 2020“ zur Verfügung. Sie wird wöchentlich aktualisiert und enthält im Moment die Zahlen bis 11.10.2020.

https://de.wikipedia.org/wiki/Epidemische_Lage_von_nationaler_Tragweite - und Ihre Folgerung?

In my humble opinion

Nun, mit der Mathematik ist das so eine Sache, die kann mit "unendlich groß" und "infinitesimal klein" rechnen, sie kann mit Imaginärzahlen ( Quadratwurzel aus -1 ) rechnen und die Entsprechung in der Physik ( = Realität ) ist nicht immer einsichtig.

Bei der Beschreibung der Physik mittels mathematischer Formel muss man immer vorsichtig sein, wie schon die alten Griechen mit dem Beispiel "Herkules und die Schildkröte" gezeigt haben, auch die heutigen Forderungen aus der Wirtschaft nach "X Prozent Wachstum" führt sich real bei der Endlichkeit der irdischen Ressourcen ad absurdum - nicht jetzt, nicht morgen, aber später umso sicherer.

Mit der "Unendlichkeit" und den mathematischen Potenzformeln haben wir Menschen schon immer Schwierigkeiten gehabt, siehe die Erzählung von der Erfindung des Schachbretts und deren Vergütung ( ein Reiskorn aufs erste Feld, zwei aufs zweite, vier aufs dritte, acht aufs vierte ... ).

Insofern - und mangels der Fähigkeit der Menschen, wirklich in die Zukunft zu blicken - ist jede Berechnung der Zukunft aufgrund der aus den Anstiegen hergeleiteten Formeln nur eine Warnung vor den hässlichen Konsequenzen einer fortdauernden Missachtung von AHA in Zeiten der Pandemie. Denn wenn diese Zahlen Wirklichkeit werden würden, gingen dem Virus kurz darauf auch die Menschen aus, die es infizieren könnte. Und wenn dazu noch mangels medizinischer Kapazitäten die Todesrate wieder wie zu Beginn so bei 10% der Infizierten läge ( und nicht wie jetzt bei 0,5% ), könnten wir uns ausrechnen ...

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