Lesermeinung

Zum großen Thema Mobilität der Zukunft:

Was treibt Menschen dazu, neue, gewagte, aber durchaus pfiffige, wohl durchdachte Vorschläge zum Bewältigen der leider etwas in den Hintergrund getretenen Klimakrise zu machen? Die Sorge um die Erde, um das Klima, dem immer noch andauernden Flächenverbrauch durch Versiegelung. Ein klimaneutrales Verkehrsmittel wie die Seilbahn ist keine Posse, sondern ein ernst zu nehmender Vorschlag und sollte daher eine Chance bekommen. Die meisten von uns sind keine Fachleute, daher macht eine Machbarkeitsstudie durchaus Sinn. Neue Chancen, neue Möglichkeiten vorneweg abzulehnen, ist nicht das Mittel der Wahl. Die Aufwertung unserer Region im Bereich Tourismus und Freizeit wäre daher ein genialer Nebeneffekt. Siehe die Schauinsland-Seilbahn und ihr 90. Geburtstag.

© Schwäbische Post 19.07.2020 16:26
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Kommentare

Leon Barth

Jeder Cent für eine Seilbahnstudie kann woanders deutlich sinnvoller eingesetzt werden. Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass eine Seilbahn auf dieser Strecke kein Sinn macht. Und wenn Sie von Versiegelung der Flächen reden;  haben Sie mal überlegt wie viel Fläche ein Parkplatz an der Seilbahn verbrauchen würde?

manfred ruoff

Leon Barth schrieb am 19.07.2020 um 15:47

Jeder Cent für eine Seilbahnstudie kann woanders deutlich sinnvoller eingesetzt werden. Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass eine Seilbahn auf dieser Strecke kein Sinn macht. Und wenn Sie von Versiegelung der Flächen reden;  haben Sie mal überlegt wie viel Fläche ein Parkplatz an der Seilbahn verbrauchen würde?

man kommt mit dem e scooter nimmt den mit in die kabine.kein parkplatz

Leon Barth

manfred ruoff schrieb am 19.07.2020 um 17:31

man kommt mit dem e scooter nimmt den mit in die kabine.kein parkplatz

Sie glauben ja wohl selber nicht, dass die Pendler mit einem e scooter quer übers Härtsfeld fahren.

CounterSpio

Frau Pfistner schrieb:

wohl durchdachte Vorschläge zum Bewältigen der ... Klimakrise

Sehr geehrte Frau Pfistner,
solange die GRÜNEN in Unterkochen nicht einmal in der Lage sind, den einzig sinnvollen Radweg aufs Härtsfeld zu denken, werden sie gegen die Klimakrise nichts zu Wege bringen. Sie haben nicht begriffen, dass Natur nicht hinter dem Pflänzchen am Wegesrand aufhört, sondern das Große Ganze ist. So werden sie werden nichts erreichen und zum Schluss notgedrungen den Ausbau der Ebnater Steige oder irgendeiner anderen Straße zulassen, für die jede Menge Natur zerstört wird und auf der jede Menge Autos fahren, die niemals klimaneutral sein werden. Vergangen ist dann die "Mobilität der Zukunft".
Warum nach den Sternen greifen, sieh das Gute ist so einfach: Wer nur nach Ebnat will, käme über die Schättere ganz gut mit dem Rad dahin. Wer weiter fahren will, dem nützt die Seilbahn weniger als ein Radweg. Um ein paar Leute nach Ebnat zu befördern, braucht es braucht keine Seilbahn - da tut's auch ein Bus. Auch der kann weiter fahren als die Seilbahn, wenn es gewünscht ist.
Wenn man partout eine Seilbahn bauen möchte, dann von der Ortsmitte Unterkochen zum Wanderparkplatz. Dann brauchen die Spaziergänger auf der Schättere nicht mehr mit ihren Autos die Luft zu verpesten.
Die Sorge um die Erde kann nicht so groß sein, wenn man solch ein Projekt vorschlagen kann. Eine Seilbahn ist kein Energiesparmobil, sie verbraucht Strom - und das nicht zu knapp. Daran ist nichts klimaneutral. Die Eingriffe in die Natur für Bau und Betrieb sind ein Vielfaches mehr als die alte Bahntrasse frisch aufzuschottern. Und wenn man etwas gegen die Versiegelung der Landschaft tun will: den Asphalt auf dem Grüß-Gott-Wegle rausreißen wäre mal ein Anfang.
Der Tourismus hat mehr von einer durchgehenden Radwanderverbindung von Aalen bis an die Donau. Was soll eine Seilbahn, mit der man zum "Schau-ins-Land" an der Baustelle für die Umgehungsstraße von Ebnat fahren kann und wieder zurück? Das macht man nicht einmal - und erst recht nicht 90 Jahre lang.

Klaus Berger

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