Lesermeinung

Zum Leserbrief „Schulen und Kitas öffnen“ von Bianca Siegel vom 5. Januar

Ich stimme Frau Siegel in jedem Punkt vollkommen zu. Genau genommen würden bisher alle Eltern, mit denen ich gesprochen habe, eine baldige Öffnung von Schulen und Kitas begrüßen. Man muss hier einfach auch das seelische und psychische Wohl der Kinder berücksichtigen, was allzu oft eine untergeordnete Rolle spielt. Allein schon der Verzicht auf Sport, Musik- und Schwimmkurse ist kaum tragbar und wird besonders Vorschulkindern einige Defizite bescheren.

Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass die Einzelkinder hier vermutlich zu den Verlierern der Krise zählen, denn wo Geschwisterkinder sind, brechen wenigstens nicht alle sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen ab. Neben dem Recht auf Bildung dürfen Kinder in einer so wichtigen Phase ihres Lebens nicht durch Isolation vereinsamen! Auch wir sind Frau Eisenmann sehr dankbar, dass sie sich so dafür einsetzt, diesen Zustand zumindest teilweise zu beenden. Bleibt zu hoffen, dass es tatsächlich am 18. Januar soweit ist.

© Schwäbische Post 10.01.2021 16:52
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Kommentare

Karin Hofmann

PS:

"Man muss hier einfach auch das seelische und psychische Wohl der Kinder berücksichtigen"

Was mir immer wieder sehr, sehr sauer aufstösst ist der unermüdliche Kampf von Frauen für das psychische/seelische Wohl der Kleinkinder, für die alle geforderten Conora-Maßnahmen nicht gelten sollen. Ein Vorschulkind mit 3 Jahren kommt vielleicht besser klar als ein erwachsener Selbstständiger im Hotelgewerbe oder Frisörhandwerk, der nicht weiss wie er sein Haus weiterhin abbezahlen und seine Familie ernähren soll.

Karin Hofmann

Hallo Frau Kubitza,

während die Gastronomie, der kleine Einzelhandel geschlossen wurde und ums Überleben kämpft, während Kunst, Kultur, Sport, Fitnessstudios, Konzerte, Sprachkurse...für uns Erwachsene nicht möglich sind, während berufliche Fortbildungsmassnahmen gestrichen, die Berufsschulen und Schulen geschlossen sind und alle zu kämpfen haben machen Sie sich die größten Sorgen für die Vorschulkinder.

"Allein schon der Verzicht auf Sport, Musik- und Schwimmkurse ist kaum tragbar und wird besonders Vorschulkindern einige Defizite bescheren".

Vorschule ist die Erziehung vor dem Schuleintritt, z. B. im Kindergarten und in gesonderten Vorschuleinrichtungen, die schulische Leistungen vorbereiten. Es müsste möglich sein

Sportkurse

Musikkurse

Schwimmkurse

so sie denn sein müssen um aus dem Kleinkind schon ein sportlich-musikalisches Genie zu machen für Vorschulkinder (bis 6 Jahre) für diese Zeit auszusetzen und zuhause oder in der Natur mit dem Kind Sport zu treiben. Auch die Flöte kann zuhause benutzt werden. Schwimmkurse werden im Sommer ja sicher wieder stattfinden. Ein Tip: IHRE Sorge und Panik, daß das Kleinkind dadurch große Defizite erleidet überträgt sich sicher auf Ihr Kind, bleiben Sie entspannt. 

Das versuchen wir alle.

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