Lesermeinung

Zum Leserbrief von Dieter Brand:

„Brand for President“ oder zumindest „Brand, mach uns den Schultes“, höre ich schon die Rufe aus der rechten Ecke nach dem Leserbrief mit der Forderung eines Stabwechsels im Ellwanger Rathaus. Ich pauschaliere mit der Ecke mal genauso wie Herr Brand, der in Selbstüberschätzung meint, er könne für „die Bürger“ in Ellwangen sprechen.

Pauschalieren ist gelinde ausgedrückt, für das „Zündeln“ mit Angstparolen und Schwarzmalerei auf Bildzeitungsniveau, das Herr Brand betreibt. Kann auf einem derart einseitigen Weltbild und der personalen Schuldzuweisung an die Herren Hilsenbek und Grab eine vernünftige Diskussion hinsichtlich der LEA gelingen? Wohl kaum! Schwätzer aus der rechten „besorgten“ Ecke sollten lieber mal erklären, wie sie unter den Umständen der Flüchtlingskrise 2015 in Ellwangen anders reagiert hätten und welche alternativen Visionen sie für die Zukunft von LEA und Stadtentwicklung haben, anstelle uns immer nur etwas „vorzuheulen“, mit unbelegten Argumenten. Dann könnten die Ellwanger sich selber ein Bild machen und bräuchten keinen Herrn Brand, der ihnen seine Welt erklärt.

Ich bin Ellwanger und bin nicht mit allem einverstanden, was im Rathaus so fabriziert und geplant wird. Da wünschte ich mir schon auch eigene, frische Ideen im „Kleinen“, als das Hoffen auf die großen, kostenlastigen Befreiungsschläge von außen, wie EATA und Landesgartenschau. Aber einem verbalen „Brand-Stifter“ würde ich bei der Nachfolge der Ellwanger Bürgermeisterriege dennoch keine Stimme geben.

© Schwäbische Post 14.02.2018 10:44
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