Lesermeinung

Zum Leserbrief von Martin Knippe, „Unglaubliche Haltung“ vom 20. Juni.

In ihrem Leserbrief vergleichen Sie wohl Äpfel mit Birnen? Wie sonst ist ihr Beispiel der „städteverbindende“ Ruhrschnellweg und Kopenhagen mit dem Wanderweg Härtsfeldtrasse zu bewerten? Es sind nicht nur die Menschen der „hintersten Provinz in Unterkochen“, sondern auch aus dem ganzen Umland, die die Härtsfeldtrasse als „Wanderweg“ erhalten wollen! Ihre vielerorts übliche „gemeinsame Nutzung“ und die Rücksichtnahme der Radler auf andere Menschen, Verkehrsteilnehmer, ist täglich in Fußgängerzonen zu sehen. Beispielhaft ist auch der Wander-/Radweg in Schwäbisch Gmünd nach Straßdorf und ähnlich der Remsweg zur Remsquelle in Essingen. Dort fahren viele Radler entlang der Kugelesbahn für Kinder – trotz Hinweisschilder abzusteigen – mit Geschwindigkeit an spielenden Kindern, Erwachsenen, Hunden rücksichtslos vorbei. Viele Radler bemessen ja mittlerweile auch den „Erfolg ihrer Tour“ nach den gefahrenen Kilometern in kurzer Zeit – absteigen ist Zeitverlust! Ein gütliches, faires Miteinander auf Wanderwegen ist mittlerweile durch steigenden Egoismus & Ellenbogengesellschaft - leider – zum Wunschdenken geworden. Reine Wanderwege sind wichtiger denn je geworden – helfen oft diese negativen Mentalitäten der Gesellschaft ein Stück weit zu vergessen. Auch Ihre Aussage: „Es ist äußerst unklug, sich mit der mächtigen Radlobby anzulegen“ passt gar nicht zu ihrem Wunsch, nach einer „gemeinsamen demokratischen Lösung“ zu suchen.

© Schwäbische Post 21.06.2020 22:53
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Kommentare

NMA

Gäbe es eine mächtige Radlerlobby, wäre sicher keine Planung möglich, die Radfahrer zum Absteigen zwingt.

Es ist ohne jeden Zweifel eine kleine Minderheit, die eine wertvolle und alternativlose öffentliche Infrastruktur lahmlegen, also unbenutzbar für ihren eigentlichen Zweck machen will.

Dadurch werden keine Probleme an anderen Orten gelöst.

In den 8 Jahren, die man jetzt ohne Ergebnis diskutiert, hätten täglich wahrscheinlich 500 Radfahrer, also auf 15 Stunden pro Tag gerechnet alle 3 Minuten einer die Trasse benutzt.

Wenn jeder dieser Radfahrer eine Strecke von 15km mit dem Rad und nicht mit dem Auto zurückgelegt hätte, wären pro Tag 1,2 Tonnen CO² also pro Jahr 430 Tonnen und in 8 Jahren fast 3500 Tonnen CO² Emmision vermieden worden.

Und nahezu 1,5 Millionen Autofahrten wären den Anwohnern erspart geblieben.

Was wäre aus Umweltsicht also zu tun???

Haben einige das Recht ohne gefühlte Beeinträchtigung in der Natur Lustwandeln zu können, während andere nicht sicher zur Arbeit / Ausbildung / Schule und zum Arzt kommen, obwohl es eine vorhandene Strecke gäbe die das ermöglichen würde?

Ventilator

NMA schrieb am 23.06.2020 um 16:18

Gäbe es eine mächtige Radlerlobby, wäre sicher keine Planung möglich, die Radfahrer zum Absteigen zwingt.

Es ist ohne jeden Zweifel eine kleine Minderheit, die eine wertvolle und alternativlose öffentliche Infrastruktur lahmlegen, also unbenutzbar für ihren eigentlichen Zweck machen will.

Dadurch werden keine Probleme an anderen Orten gelöst.

In den 8 Jahren, die man jetzt ohne Ergebnis diskutiert, hätten täglich wahrscheinlich 500 Radfahrer, also auf 15 Stunden pro Tag gerechnet alle 3 Minuten einer die Trasse benutzt.

Wenn jeder dieser Radfahrer eine Strecke von 15km mit dem Rad und nicht mit dem Auto zurückgelegt hätte, wären pro Tag 1,2 Tonnen CO² also pro Jahr 430 Tonnen und in 8 Jahren fast 3500 Tonnen CO² Emmision vermieden worden.

Und nahezu 1,5 Millionen Autofahrten wären den Anwohnern erspart geblieben.

Was wäre aus Umweltsicht also zu tun???

Haben einige das Recht ohne gefühlte Beeinträchtigung in der Natur Lustwandeln zu können, während andere nicht sicher zur Arbeit / Ausbildung / Schule und zum Arzt kommen, obwohl es eine vorhandene Strecke gäbe die das ermöglichen würde?

Oha,mit dem Rad vom Härtsfeld zum Arzt nach Aalen; nicht schlecht. Aber Spaß beiseite,wie wäre es mit einer Einbahn Regelung? Nur aufwärts für Radfahrer,das würde das Gefahrenpotential mächtig senken.

NMA

Ventilator schrieb am 24.06.2020 um 11:56

Oha,mit dem Rad vom Härtsfeld zum Arzt nach Aalen; nicht schlecht. Aber Spaß beiseite,wie wäre es mit einer Einbahn Regelung? Nur aufwärts für Radfahrer,das würde das Gefahrenpotential mächtig senken.

Wenn es geht, auch zum Arzt, aber auch zur Schule / Ausbildung / Arbeitsstelle / Kino / Theater, einfach dahin wo man möchte, und wann man es möchte.

Nur aufwärts für Radfahrer, würde das Problem nur teilweise beheben, da z.B. bei Nässe keine sichere Strecke für abwärts verfügbar ist. 

Ist nicht als Scherz gemeint, ich glaube schon, dass so eine attraktive Strecke für Pendler eine Alternative wäre, die auch genutzt werden würde.

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