An Opa und Oma denken

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Im praktischen Familienleben lässt sich meine Sorge dazu ganz einfach zusammenfassen. Liebe Frau Siegel, stellen Sie sich Folgendes vor: in einem Haus wohnen unten die Oma und der Opa, oben die Familie mit den Kindern.

Der Zweitklässler steckt sich in der Schule mit Corona an. Wie so viele Kinder zeigt er keine Symptome. Die Großeltern infizieren sich und sterben. Man fragt sich woher? Es war doch niemand aus der Familie positiv und in der Schule gab es auch keinen Fall.

© Schwäbische Post 10.01.2021 16:52
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Kommentare

Christine Fuchs

Birgit Schiele schrieb am 11.01.2021 um 21:26

Zum Leserbrief von Claudia Kohler "An Oma und Opa denken"

Es gibt zwei Möglichkeiten, Oma und Opa zu schützen: 1. Kinder bleiben und lernen (vielleicht) noch länger zuhause, verzichten auf Kontakt zu Freunden, dafür können Oma und Opa gefahrlos ihre Enkel sehen. 2. Kinder dürfen in der Schule lernen und Kontakt zu Gleichaltrigen und Freunden haben, Oma und Opa verzichten darauf, ihre Enkel zu sehen, telefonieren stattdessen. Wessen Leben ist durch den Verzicht mehr eingeschränkt? Wollen Oma und Opa wirklich, dass die Enkel ihnen zuliebe auf Schule und Freunde verzichten? Oder winken Opa und Oma lieber ihren glücklichen Enkeln aus der Ferne zu und halten die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich, indem sie selbst zuhause bzw in der eigenen Wohnung bleiben und Kontakte meiden?

Hallo Frau Schiele,  Ihr Rat ist sicher gut gemeint. Aber Sie denken in erster Linie an Ihre Kinder, die glücklich sein sollen. Haben Sie Kinder, Eltern  und Großeltern? Dieser Virus steckt nicht nur Alte  an , das haben Sie richtig erkannt.  Die Eltern und Großeltern noch mehr isolieren? Das sind  wir jetzt schon seit einem Jahr. Vielleicht sollten sich mal die Jungen etwas mehr zurückhalten. Ski fahren, mit Freunden treffen und feiern . Im  Urlaub soweit möglich. Haben Sie sich schon mal gefragt,   ob ihre Eltern oder Großeltern glücklich sind, ewig in Einzelhaft isoliert zu sein, aber vom weiten zwar totunglücklich - aber den glücklichen Kindern zuwinken zu dürfen ? Solange keine einheitlichen Regelungen in Deutschland sind, wird uns Corona noch Jahre begleiten und die Alten weiter weggesperrt sein. Dann möchte ich lieber tot sein, denn das ist kein Leben. Solch ein Leben möchten Sie sicher auch nicht , oder ? Ihre Kinder haben noch viele glückliche Jahre vor sich. Das Leben der Alten ist endlich. Ihre Worte sind sicher gut gemeint, entalten aber auch etwas Egoismus den Alten gegenüber.. 

Birgit Schiele

Zum Leserbrief von Claudia Kohler "An Oma und Opa denken"

Es gibt zwei Möglichkeiten, Oma und Opa zu schützen: 1. Kinder bleiben und lernen (vielleicht) noch länger zuhause, verzichten auf Kontakt zu Freunden, dafür können Oma und Opa gefahrlos ihre Enkel sehen. 2. Kinder dürfen in der Schule lernen und Kontakt zu Gleichaltrigen und Freunden haben, Oma und Opa verzichten darauf, ihre Enkel zu sehen, telefonieren stattdessen. Wessen Leben ist durch den Verzicht mehr eingeschränkt? Wollen Oma und Opa wirklich, dass die Enkel ihnen zuliebe auf Schule und Freunde verzichten? Oder winken Opa und Oma lieber ihren glücklichen Enkeln aus der Ferne zu und halten die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich, indem sie selbst zuhause bzw in der eigenen Wohnung bleiben und Kontakte meiden?

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