Der Fußgänger hüpft zur Seite

Zum Thema Radfahrer auf der „Schätteretrasse“:

Es gibt kein Miteinander, wie Patrizius Gentner meint. Der Radfahrer rauscht heran, klingelt, und der Fußgänger hüpft zur Seite, wenn er heil davon kommen will. Wo ist da das friedliche Miteinander? Dies gilt nicht nur für die Trasse.

© Schwäbische Post 11.10.2020 21:28
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Kommentare

Ventilator

Es lebe der Fels in der Brandung.

Christine Fuchs

Ventilator schrieb am 12.10.2020 um 11:29

Es lebe der Fels in der Brandung.

Grosses Lob für Frau Bartle. Sie hat es begriffen, was auf der Trasse mit den Radfahrern  los sein wird .Danke !

Reiner

Sowohl auf der Schättere Trasse als auch an anderen Orten (z.B. Stausee Buch oder Kocher Radweg) habe ich bis dato nur gute Erfahrungen mit dem Miteinander von Radfahrern und Fußgängern gemacht. Von daher war das eine längst überfällige Entscheidung. Danke

Karin Hofmann

Reiner schrieb am 13.10.2020 um 10:08

Sowohl auf der Schättere Trasse als auch an anderen Orten (z.B. Stausee Buch oder Kocher Radweg) habe ich bis dato nur gute Erfahrungen mit dem Miteinander von Radfahrern und Fußgängern gemacht. Von daher war das eine längst überfällige Entscheidung. Danke

Einspruch:

Am Bucher Stausee habe ich sehr negative Erfahrungen gemacht. Wo sollen Fußgänger laufen? Rechts oder links, im Gänsemarsch, hintereinander? 1 m gehört ihnen. Schon von weitem trotzdem weggeklingelt als Zeichen "Vorsicht", Radler kommen springt man auf die Grünfläche um die Meute von Schnellradlern in Sportkleidung vorbeizulassen. Das sind die Erfahrungen der Fußgänger, die zu zweit, nebeneinander, sich unterhalten und die Natur geniessen wollen. Ein einziges Geklingel der Radler, die eine "freie" Strecke brauchen. In diesen Situationen, auf gemeinsamen Rad-Fußwegen habe ICH gemerkt, was ich als Fußgänger wert bin: NICHTS.

In diesem, jetzigen Zustand der Freigabe aller Fußgängerwege auch für Radler sollte,  

MUSS

endlich, als Politikum, auch eine "Lobby PRO Fußgänger" ins Leben gerufen und von unserer Politik unterstützt werden.

Auch diese haben ein Recht: Ohne Gefahr und in Ruhe unterwegs sein zu können. Das ist Menschenrecht.

Denn, im Gegensatz zu Ihrer Meinung: Die Situation am Bucher Stausee "stinkt" vielen und viele ärgern sich, nicht mehr in Ruhe um den ganzen See laufen zu können. Und selbst auf dem rechts ab Oktober gesperrten Weg für Radler setzt sich die Fahrradlobby durch Freiklingeln des Weges durch. 

CounterSpio

Karin Hofmann schrieb am 13.10.2020 um 12:37[...] endlich, als Politikum, auch eine "Lobby PRO Fußgänger" ins Leben gerufen und von unserer Politik unterstützt werden.
[...]

Hallo Frau Hofmann,

die Fußgängerlobby gibt es schon lange. Kennen Sie nicht Fuß e.V.? Die Probleme, die Sie sehen, gibt es auch anderswo. Und auch Lösungen.

Mt Hetze gegen Radfahrer kommt man jedenfalls nicht weiter, denn Radfahrer gibt es nun mal. Die haben genauso ihre Daseinsberechtigung wie Sie als Fußgängerin. Im öffentlichen Raum darf niemand völlig sorglos und gedankenverloren unterwegs sein, das funktioniert einfach nicht.

Lesen Sie mal die Tipps von Fuß eV., wie Rad und Fuß Konflikte lösen sollten.
Ihre Art, damit umzugehen, hilft jedenfalls nicht, weil sich so gar nichts lösen lässt, sondern die Fronten nur immer noch mehr verhärtet werden und die Agressionen sich immer mehr aufschaukeln.

Ich rate jedenfalls zu Besonnenheit, Aufmerksamkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme. Beiden: Radfahrern und Fußgängern. Und ich denke, dass da die Mehrheit der Radfahrenden sich anschließen wird. Und die Mehrheit der Fußgänger ebenfalls.
Und dass beide Seiten noch hinzulernen müssen und können, wie sie besser miteinander umgehen. Denn viele Menschen fangen - wegen Corona und Klimawandel - gerade erst wieder an, das Radfahren zu entdecken.

Vielleicht versuchen Sie's doch auch mal mit etwas mehr Gelassenheit und mit positiven Signalen.

Mit besten Grüßen
K. Berger

ps. ich vergaß zu sagen: das gilt nicht nur für Sie, Frau Hofmann, sondern auch für die Verfasserin des Leserbriefs. Bitte mal positiv an die Sache rangehen.

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 13.10.2020 um 16:31

ps. ich vergaß zu sagen: das gilt nicht nur für Sie, Frau Hofmann, sondern auch für die Verfasserin des Leserbriefs. Bitte mal positiv an die Sache rangehen.

Hallo Herr Berger,

das wollen wir/viele/andere aber nicht. WIR wollen einfach nur in Ruhe SPAZIERENGEHEN, und ja: Auf einem Weg nur für Fußgänger. Daß durch die Conorapandemie es nun mehr Radler gibt ist verständlich, es gibt für sie genug, massenhaft (!) ausgezeichnete Radwege in der Region. WIR Wanderer, Spaziergänger haben ein Problem! Wanderurlaub im Allgäu, in den Bergen ist wegen Conora nicht möglich. WIR müssen/wollen HIER in Ruhe auf einem Wanderweg GEHEN. 

Wenn wir schon so weit sind, daß auch Fußgänger einen Verein "Fuß e.V" brauchen, um folgendes zu wissen/zulesen:

"Gemeinsam fürs Gehen - kommen Sie mit! Vereine sind altmodisch? Von wegen. Es braucht einen festen Rahmen, um dauerhaft und verlässlich für den Fußverkehr aktiv zu sein. Als FUSS-Mitglied sind Sie auf dem neuesten Stand und gehen garantiert im Trend"

...dann frage ich mich, wieweit wir gekommen sind. Sollen Fußgänger nun einem Verein beitreten, damit sie Strecken erfahren, die noch für sie allein begehbar sind?

SATIRE? Ein Witz oder bitterer Ernst?

Fußgänger, wir alle, wollen keinen "Trend", wir wollen einfach nur in Ruhe GEHEN und SPAZIEREN. Am Waldrand, auf der Schättere-Trasse. Ausgezeichnet seit Jahrzehnten mit dem Schild "Fußgänger". Planen Sie als nächstes auch auf Autobahnen/Schnellstraßen ein Zusatzschild "für Radler frei" aufzustellen, eine Verbreiterung für Radler zu fordern und die bisher geltenden Regelungen aufzuheben?

CounterSpio

Karin Hofmann schrieb am 13.10.2020 um 20:36

CounterSpio hatte geschrieben: Bitte mal positiv an die Sache rangehen.

Karin Hofmann hatte geantwortet:

das wollen wir/viele/andere aber nicht. WIR wollen einfach nur in Ruhe SPAZIERENGEHEN, und ja: Auf einem Weg nur für Fußgänger.

Ja. Leider ist das so: Sie wollen nicht positiv rangehen. Danke für dieses ehrliche Eingeständnis. Und Ihr einziges Argument.

Sie wollen diesen häßlichen Streit also fortsetzen. Nur zu!
Gesünder aber wäre es, positives Denken zu üben und den Menschen auf Fahrrädern nicht von vorne herein nur Schlechtes zuzutrauen. Denn das Radfahren kommt. Früher oder später, aber es kommt. Wollen Sie sich denn wegen vieler netter und ein paar nicht so netten Radfahrern ihren schönen Spazierweg verleiden lassen? Das ist nicht deren Absicht, schade.

Denken Sie positiv!
K. Berger

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 13.10.2020 um 21:50

CounterSpio hatte geschrieben: Bitte mal positiv an die Sache rangehen.

Karin Hofmann hatte geantwortet:

Ja. Leider ist das so: Sie wollen nicht positiv rangehen. Danke für dieses ehrliche Eingeständnis. Und Ihr einziges Argument.

Sie wollen diesen häßlichen Streit also fortsetzen. Nur zu!
Gesünder aber wäre es, positives Denken zu üben und den Menschen auf Fahrrädern nicht von vorne herein nur Schlechtes zuzutrauen. Denn das Radfahren kommt. Früher oder später, aber es kommt. Wollen Sie sich denn wegen vieler netter und ein paar nicht so netten Radfahrern ihren schönen Spazierweg verleiden lassen? Das ist nicht deren Absicht, schade.

Denken Sie positiv!
K. Berger

Hallo Herr Berger,

SIE wollen, können nicht verstehen? Prinzipien. Rechthaberei. Durchsetzung Ihrerseits um Gutes, Bestehendes aufzulösen. Dann machen wir eben alle weiter...

Nächste Diskussionsrunden...wie 2 andere Personen: Sie können sich sicher mit Herrn Müller-Lüdenscheidt identifizieren:

https://www.youtube.com/watch?v=4pTITcV-Se8

Viel Spaß dabei.

Und - JA - ich denke POSITIV - immer:  PRO Fußgängertrasse. Darin übe ich mich - täglich.

NMA

Karin Hofmann schrieb am 14.10.2020 um 04:24

Und - JA - ich denke POSITIV - immer:  PRO Fußgängertrasse. Darin übe ich mich - täglich.

Da wünsche ich viel Spaß, PRO Fußgänger, heißt aber nicht GEGEN Radfahren, auch wenn Sie meinen, dass die Welt schwarz oder weiß sein muss.

Karin Hofmann

NMA schrieb am 14.10.2020 um 10:02

Da wünsche ich viel Spaß, PRO Fußgänger, heißt aber nicht GEGEN Radfahren, auch wenn Sie meinen, dass die Welt schwarz oder weiß sein muss.

Hallo NMA,

bitte richtig lesen! Ich schrieb: "PRO FußgängerTRASSE"! 

Nicht: PRO Fußgänger.

"PRO Fußgängertrasse" beinhaltet automatisch: GEGEN Radfahren. Da gibt's nichts in der Mitte!

NMA

Karin Hofmann schrieb am 14.10.2020 um 17:37

Hallo NMA,

bitte richtig lesen! Ich schrieb: "PRO FußgängerTRASSE"! 

Nicht: PRO Fußgänger.

"PRO Fußgängertrasse" beinhaltet automatisch: GEGEN Radfahren. Da gibt's nichts in der Mitte!

Mir ist natürlich bewusst, dass es für Sie nichts in der Mitte gibt. Doch Sie werden sich jetzt damit abfinden müssen.

Bei jeder anderen Strecke, hätte ich ja Verständnis für den Wunsch "nur" Fußgänger zuzulassen. Dass es ausgerechnet diese Strecke sein muss, weckt in mir den Verdacht, dass es um etwas anderes geht und man einen Kampf des Kampfes wegen führt.

Aber egal, es wurde jetzt endlich entschieden und das ist gut so.

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