Lesermeinung

Zum Thema: VfR Aalen

„Man brauchte kein Prophet zu sein, um den Niedergang des VfR Aalen zu prognostizieren. Seit Corona ist allerdings aus einem schleichenden Zerfallsprozess eine rasante Abwärtsspirale geworden, die das Verfallsdatum des maroden Vereins längst überschritten zu haben scheint.

Die anhaltende personelle Ausblutung, verknüpft mit Namen wie Peter Vollmann, Markus Thiele, Sebastian Gehring, Hermann Olschewski, Jörg Mangold und jetzt auch Bastian Noth, sprechen Bände und sind symptomatisch für die „Götterdämmerung“ des VfR.

War schon vor Corona, spätestens seitdem man Herrn Berndt-Ulrich Scholz unsanft vom Hof gejagt hat, die wirtschaftliche Basis des Clubs mit Restschulden von 700 000 Euro mehr als fragil, so scheint jetzt, nicht zuletzt auch wegen des Verlusts weiterer potenter Sponsoren, der finanzielle Substanzverlust irreparabel zu sein.

Dies hat zur Folge, dass der bestehende Restkader noch weiter verkümmert, weil für regionalligataugliche Neueinkäufe der nötige Zaster fehlt. Wie soll man da eine Mammutrunde mit möglicherweise sieben Absteigern erfolgreich bestreiten? Die Troika Michael Weißkopf, Giuseppe Lepore und Roland Seitz kann einem da nur Leid tun. Äußerst bedenklich erscheint mir, dass die hauptverantwortliche Führungsriege um Herrn Roland Vogt sich weiterhin weg duckt und sich in seltsames Schweigen hüllt, anstatt endlich aus ihrer Reserve zu treten und die Öffentlichkeit nicht länger über die Zukunft des Vereins im Unklaren zu lassen.

Kann es sein, dass auch diese Herren demnächst ihren Hut nehmen?“

Dr. Kurt-Helmut Scheidle

Aalen-Unterkochen

© Schwäbische Post 26.07.2020 19:57
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