Lesermeinung

Zur Klausurtagung des Oberkochener Stadtrates zum Thema Schulstandort

In Gemeinden mit wenig Geld wird beraten, werden Nägel mit Köpfen gemacht und die Sache dann fix umgesetzt. Wenn man im Geld schwimmt, fällt manchen nach eigentlich gefassten Beschlüssen immer wieder was anscheinend Besseres ein und alles wird zum Gänsedreckziehen. Sorry. Der erweiterte Standort Tiersteinschule für Grund- und Gemeinschaftsschule macht keinen Sinn! Zum Großteil abstrus lange Schulwege der Kinder, also fahren gezwungenermaßen immer mehr Eltern mit ihren Autos, dann endlos Busse: permanent nervigstes Verkehrschaos bei etwa 500 Kindern. Wird für die Lehrkräfte ein Parkhaus in den Fels gegraben?

Anlieger werden ohnehin massive Widersprüche einlegen. Und dann der Schulweg zum Sportunterricht in die Schwörzhalle bedeutet Doppelstunden Sport, von denen aber die Hälfte „Fußweg“ heißt. Wie viele Steuergelder würden dann gebraucht, die Dreißentalschule und einige Wohnhäuser drum rum, die der Stadt gehören, dem Erdboden gleich zu machen für eine eventuelle Wohnbebauung? Wird die für Besucher/Zuschauer völlig ungünstige Schwörzhalle dann zur Stadt-Festhalle? Übrigens: 2004 wurde die Dreißentalschule für viel Geld saniert. Warum hat man 2006 eigentlich verpasst, das Gärtner-Mahler-Areal zu kaufen – da könnte jetzt das schönste Schulhaus entstehen.

© Schwäbische Post 10.09.2018 19:40
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