Hoffen auf den Gemeinderat

Zur Radausfahrt der Aalener Grünen aufs Härtsfeld

Die Fahrt hat mir gezeigt, dass die Schätteretrasse die einzige fahrradgerechte Möglichkeit ist. Deshalb kann ich als Reiseradfahrer nicht anders, als die von der Stadt aufgezeigten Wege als nicht sachgerechte, politisch bedingte Zumutung für die überwiegende Mehrheit der Radfahrer zu betrachten.Was anderswo im freundlichen Miteinander klappt, wird bei der Schätteretrasse von Herrn Maier und seiner Gruppe durch Stimmungsmache bekämpft. So drohten sie bei der Ausfahrt, uns Radfahrer nicht durchzulassen, jeden anzuzeigen und für Bestrafung zu sorgen. Sogar als wir unsere Räder schoben, bekamen wir das völlig unnötige Gehabe zu spüren. Man stand mitten auf der Trasse und ließ uns trotz freundlicher Bitten nur widerwillig durch. Dass wir das Recht hatten, unsere Räder zu schieben, kümmerte offensichtlich nicht.

Der OB hat leider versäumt, der Gruppe um Herrn Maier aufzuzeigen, dass die Trasse nicht ihr gehört und dass es berechtigte Interessen der Radfahrer gibt. Mit einem „Radfahrer frei“ wäre ihnen schon geholfen. Warum geht das nicht, wenn die Stadt doch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen ist? Deshalb bleibt mir nur die Hoffnung auf die Entscheidung des Gemeinderats, das von den Bürgern der Gesamtstadt gewählte und zuständige Gremium.

© Schwäbische Post 13.03.2018 14:21
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