Niemand will Bürgerkrieg

Zur Radausfahrt der Aalener Grünen aufs Härtsfeld

Überraschend viele Bürger haben an der Podiumsdiskussion mit Verkehrsminister Winfried Hermann zum Thema „saubere Mobilität“ teilgenommen. Bei der anschließenden Diskussion ging es auch um Dieselfahrverbote. Aus den Reihen der Zuhörer kam der Beitrag, dass es in Aalen eher um ein Radfahrverbot gehe.
Im Februar stand im Amtsblatt der Stadt, dass man sich von Rathausseite eine Bürgerbeteiligung beim Erarbeiten des Radverkehrskonzepts wünscht. Aber als man die Strecken aufs Härtsfeld abradeln will, gibt es heftige Gegenwehr von Bürgern in Unterkochen. Als Teilnehmer wurde ich schon, bevor ich am Startpunkt angelangt war, „von der Seite“ angesprochen, ich wäre nicht die achtprozentige Steigung der Kellersteige hochgefahren, sondern auf der flachen Strecke aus Richtung Aalen.

Es ist jedem klar, dass die Trasse bei schönem Wetter stärker von Fußgängern genutzt wird. Doch so ist es auch am Bucher Stausee. Auch da gilt das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme wenn Radfahrer, Fußgänger, Angler, Jogger, Inlinefahrer und andere sich die Verkehrsfläche teilen müssen. Einen „Bürgerkrieg“ in Unterkochen wünscht sich niemand. So hoffe ich, dass bald eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird für eine saubere Mobilität.

© Schwäbische Post 13.03.2018 20:07
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