Lesermeinung

Zur Schätteretrasse:

Nach drei weiteren Diskussionsrunden in den Ortschaftsrats-gremien Unterkochen, Ebnat

und Waldhausen zum Thema, ob die Schätteretrasse für den Radverkehr freigegeben werden soll, geht das unverantwortliche und von Taktiererei geprägte „Murmelspiel“ des Oberbürgermeisters Rentschler in die nächste Runde. Die Bürger fragen sich zu recht, was nun Herr Rentschler? Der OB sagte doch in der Ortschaftsratssitzung in Unterkochen: Es lägen zahlreiche Vorschläge auf dem Tisch und wenn es für eine Einziehung der Waldhäusersteige für den PKW-Verkehr keine Mehrheit gäbe, dann bleibe halt alles beim Alten.
In Waldhausen wiederum sprach der OB von einem unlösbaren Zielkonflikt und man

müsse endlich aufhören, „uns zum Gespött“ zu machen. (...) Und in der Sitzung in Ebnat ließ der Aalener Rathauschef die Katze vollends aus dem Sack, als er sagte: Die einzige Möglichkeit wäre ein Fußweg mit Freigabe für Radfahrer auf der Schätteretrasse. Und für eine schnelle Möglichkeit schlug er als „Turbo-OB“ eine Verkehrsschau vor, die eine Freigabe der Trasse für die Entscheidungsträger empfehlen könnte. (...)

Die Vertreter der BI fragen sich, wie viele Klimmzüge noch nötig sind, um endlich gefasste Beschlüsse umzusetzen. Denn es wurden doch im Jahr 2017/2018 zwei „Runde Tische“ unter Beteiligung von ausgewählten Fachleuten und Fachverbänden durchgeführt, wo klar entschieden wurde, dass die Trasse nicht ausgebaut werde und auch der Tunnel zubleibe. (...) Und zu hinterfragen muss auch erlaubt sein, welchen Stellenwert dem jüngsten einstimmigen Mehrheitsbeschluss des Ortschaftsrates Unterkochen beigemessen wird, der einen Ausbau und Radverkehr auf der Härtsfeldbahntrasse und auf Gemarkung Unterkochen ablehnte. (...) Der „GrüßGott-Weg“ muss wieder der „Seele Unterkochen“ gehören und nicht für eine weitere Spielwiese der Fahrradlobby einverleibt werden.

© Schwäbische Post 07.10.2020 21:39
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Kommentare

NMA

Die Entscheidung, ob die Trasse freigegeben wird oder nicht, wird jetzt im Rat der Stadt Aalen fallen, wieso Sie von Taktiererei sprechen, versteht niemand.

Der von Ihnen angesprochene runde Tisch, hat versucht taugliche Möglichkeiten zu finden, die - besonders zeigt dies der letzte Vorschlag der Verwaltung - nicht vorhanden sind.

Die Mehrheitsverhältnisse sind nach den Abstimmungen in den Ortschaftsräten Unterkochen, Waldhausen und Ebnat ja mehr als eindeutig, sodass mit einer baldigen Entscheidung zur Öffnung der Trasse gerechnet werden kann.

Wie es der BI ohne ein einziges stichhaltiges Argument gelingen konnte, über 6000 Bürger des Hätsfeldes eine vorhandene und perfekt geeignete Anbindung an unsere Stadt zu verweigern, ist wahrlich kein Ruhmesblatt für bürgerschaftliches Engagement, sondern eher das Gegenteil.

Die Strecke gehört nicht der "Seele Unterkochen's", sondern ist von Anfang an als Anbindung von Aalen ans Härtsfeld gedacht gewesen.

Und einfach nur peinlich ist Ihr "Fahrradlobby" Argument. Auch Sie wissen, dass die weiterführenden Schulen, die Hochschule, der Kulturbahnhof, das zukünftige Kombibad und die VHS in Aalen sind und der überwiegende Teil der Radfahrer diese, einzig geeignete Strecke, nicht aus Spaß, sondern als Verkehrsweg benötigt.

Aber es hat ja 8 Jahre geklappt, mit Begriffen wie "Radlobby" und-eigentlich unglaublich- mit Naturschutzargumenten, eine sinnvolle und längst überfällige Maßnahme zu verzögern.

Jetzt sollte man aber endlich diese Posse beenden. Die Wunden dieser vollkommen unnötigen Hexenjagd werden noch lange vorhanden sein.

tsh

Die Vertreter der BI fragen sich, wie viele Klimmzüge noch nötig sind, um endlich gefasste Beschlüsse umzusetzen.

Aus der Ferne ist es fast schon amüsant zu beobachten, wie dieselben Vertreter einer anderen Unterkochener BI viele Klimmzüge unternehmen, um die Umsetzung lange gefasster Beschlüsse zu verhindern. Zum eindeutigen Nachteil der Anwohner und Verkehrsteilnehmer.

Ventilator

“Auch Sie wissen, dass die weiterführenden Schulen, die Hochschule, der Kulturbahnhof, das zukünftige Kombibad und die VHS in Aalen sind und der überwiegende Teil der Radfahrer diese, einzig geeignete Strecke, nicht aus Spaß, sondern als Verkehrsweg benötigt.”


Das hört sich schon an wie: “Radfahrweg:Begehen auf eigene Gefahr!”

Karin Hofmann

tsh schrieb am 09.10.2020 um 10:02

Auch auf der Seite der Schwäpo-Online war es gestern abend ganz vorne zu lesen.

Da zeigt sich die wahre Gesinnung: eine demokratische Entscheidung wird als "schäbig" bezeichnet und eine "Endlösung" gefordert... Ihre Wortwahl läßt mich erschaudern und an 1933 erinnern...

Ich wusste nicht, dass die Wörter "schäbig" oder "Endlösung" eines Problems schon als "Gesinnung" und Nazi-Unwörter gelistet sind. Auch die Gemeinderäte, der OB, alle haben eine gute "Endlösung" gesucht. Die Suche einer "Endlösung", einen Platz für den Atommüll zu finden, gehört dann auch dazu. Ihre Zensur welche normalen Wörter "nicht mehr gehen" hat etwas Diktatorhaftes, längst Vergessenes und lässt MICH an 1939 erinnern.

Mein Gott, haben sie sich alle und ich mich nun strafbar gemacht?

Die Regierung sollte endlich alle "Unwörter", die mit Nazitum verknüpft sind in einem Informationsblatt herausgeben. Da wäre, vielleicht "Mutter", "Vater" auch dabei.  Aber danke, dass ich das nun weiss. Vielleicht könnten Sie, tsh, zur Information hier, für die Ostalb, schon ein kleines Faltblatt dazu herausgeben. Danke.

Karin Hofmann

Hallo Herr Maier,

leider ist ja nun, gestern 8.10., laut ADFC, als Eilmeldung dort auf der homepage zu finden, anscheinend am 8.10. alles definitiv entschieden worden???

Auf der 1. Seite des ADFC, an 1. Stelle, heisst es:

"Radfahren auf der Schätteretrasse

Kurz notiert

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) des Aalener Gemeinderats hat in der Sitzung vom 8. Oktober eine Öffnung der Schätteretrasse für den Radverkehr beschlossen.

Entschieden ist, das Radfahren mit Schrittgeschwindigkeit auf der ehemaligen Bahntrasse von Aalen bis vor den Tunnel zu erlauben. Es sollen Schilder mit "Gehweg, Radfahrer frei" aufgestellt werden. Der geteerte Abschnitt zwischen Parkplatz und Viadukt, das "Grüß-Gott-Wegle", soll außerdem verbreitert werden. Damit dabei der Natur möglichst wenig Schaden zugefügt wird, soll der Asphalt abgetragen und eine gut befahrbare Schotterdecke wie auf den üblichen Waldwegen eingebaut werden.
Diesen Antrag hatte die Ratsfraktion der CDU während der Sitzung formuliert. Der Vorschlag der Stadtverwaltung, die Bahntrasse nur wochentags zu öffnen, wurde abgelehnt.

Das setzt den Schlusspunkt unter einen jahrelangen Streit.
Jetzt ist zu hoffen, dass der Beschluss zügig umgesetzt wird und sich dann ein rücksichtsvolles Zusammenleben von Fußgängern und Radfahrenden einspielt. Es wird sicher nicht immer ganz leicht sein, bis sich das Zusammenspiel normalisiert. Hat doch während der letzten Jahre mit Leserbriefen und Pressemitteilungen aus Unterkochen eine regelrechte Hetze gegen alles auf zwei Rädern stattgefunden. Wir bitten alle, die auf der Schättere unterwegs sind, um Rücksicht und Vorsicht.
Die als Alternative bezeichnete Waldhäuser Steige ist damit als "Radweg" vom Tisch. Die Polizei hatte in einer Stellungnahme die Straße wegen des gefährlichen Gefälle als Radweg abgelehnt - nun war es folgerichtig, die Schätteretrasse als einzig geeigneten Weg zu öffnen".

Ist das nun die Endlösung? Entgegen der Einsprüche? Das wäre schäbig.

Auch der rrc nimmt die Strecke sicher dann auch als event auf:

https://www.rrc-aalen.de/bilder.cfm#

Freuen wir Spaziergänger, Familien mit Kindern und Kinderwägen, Senioren, und Wanderer uns schon im Vorfeld darauf.

tsh

Karin Hofmann schrieb am 09.10.2020 um 09:56

Auf der 1. Seite des ADFC, an 1. Stelle, heisst es:

Auch auf der Seite der Schwäpo-Online war es gestern abend ganz vorne zu lesen.

Ist das nun die Endlösung? Entgegen der Einsprüche? Das wäre schäbig.

Da zeigt sich die wahre Gesinnung: eine demokratische Entscheidung wird als "schäbig" bezeichnet und eine "Endlösung" gefordert... Ihre Wortwahl läßt mich erschaudern und an 1933 erinnern...

tsh

Karin Hofmann schrieb am 09.10.2020 um 09:12

Ich wusste nicht, dass die Wörter "schäbig" oder "Endlösung" eines Problems schon als "Gesinnung" und Nazi-Unwörter gelistet sind. 

Es geht darum, dass Sie eine demokratische Entscheidung mit Ihrer Wortwahl verunglimpfen. Niemand - außer Ihnen - hat behauptet, dass es "Nazi-Unwörter" sind. Es sind aber Worte und Methoden, die mich eben an gewisse Zeiten erinnern. 

Beim Atommüll wird übrigens nach einem "Endlager" gesucht. Zur "Endlösung" schlagen Sie bitte selber im Duden nach.


Karin Hofmann

tsh schrieb am 09.10.2020 um 10:02

... und eine "Endlösung" gefordert... Ihre Wortwahl läßt mich erschaudern und an 1933 erinnern...

was war denn nun 1933, das Sie an an die"Schättere-Trassen-Abstimmungs-Ablehnungs-Befürwortungs-Disskussionen" in der Demokratie von 2020 in Unterkochen erinnert und Sie erschaudern lässt?

Ist schon ein markabrer Satz. Aber diese "Keule" funktioniert immer ganz gut wenn man nicht mehr weiterweiss und einen einfachen Bürger-Widerstand mit der Diktatur von 1933 vergleicht. Während man selbst, Diktatur- und "Herren"-mässig weitermacht. Hat schon a G'schmäckle. Dieses wird für viele Bürger bleiben.

Karin Hofmann

tsh schrieb am 09.10.2020 um 10:39

...es sind aber Worte und Methoden, die mich eben an gewisse Zeiten erinnern. 



Diese "Methoden" könnte man auch bei Ihrer "Gesinnung" und Ihrem Handeln hinterfragen.

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 09.10.2020 um 14:24

Hallo Frau Hofmann,

würden Sie bitte Zitate deutlich als solche kennzeichnen. Ende des zitierten Textes ist nämlich bei"geeigneten Weg öffnen".
Wir möchten nicht, dass andere LeserInnen es so verstehen, als stamme der Satz mit der "Endlösung" von der Internetseite des ADFC. Ansonsten schönen Dank für die Werbung für den ADFC.

Den letzten Satz von unserer Kurzmeldung hätten Sie, wenn schon denn schon, ruhig auch noch zitieren dürfen. Wir hoffen nämlich tatsächlich auf ein besseres Fahrradklima und dass sich jetzt alle Leute, die gerne die Schätteretrasse benutzen wollen einigermaßen vertragen.
Da ist es nicht hilfreich, weiter Schreckensszenarien an die Wand zu malen, sondern es braucht besonnene Stimmen mit Einfluss, die für einen rücksichtsvollen Umgang werben. Damit nicht die Schwarzmaler Recht behalten.

MfG K. Berger

Hallo Herr Berger,

das Anführungszeichen " beginnt vor " Radfahren auf der Schättere-Trasse. Deshalb mit " gekennzeichnet und endet nach ...als einzige Wege zu öffnen, mit ". Genau dies habe ich aus Ihrer Internetseite kopiert und mit diesen Zitatzeichen am Anfang und am Ende markiert und gekennzeichnet. 

Aber, jeder kann selbst auf die Seite schauen und sich selbst ein Bild machen:

https://www.adfc-bw.de/Aalen/

Sie haben ja nun alle Mittel ausgeschöpft: Von den km-fahrenden 82-jährigen, den Schulkindern, Opa und Oma, die alle die Öffnung der Trasse brauchen. Bis hin zu Vergleichen von 1933 und zur Nazizeit gegen Andersdenkende und gipfelnd jetzt in der angeblichen falschen Setzung der "Anführungszeichen". 

Machen Sie*s gut und viel Glück!

 

CounterSpio

Karin Hofmann schrieb am 09.10.2020 um 09:56[...] leider ist ja nun, gestern 8.10., laut ADFC, als Eilmeldung dort auf der homepage zu finden, anscheinend am 8.10. alles definitiv entschieden worden???

Auf der 1. Seite des ADFC, an 1. Stelle, heisst es:

"Radfahren auf der Schätteretrasse [...]

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) des Aalener Gemeinderats hat in der Sitzung vom 8. Oktober eine Öffnung der Schätteretrasse für den Radverkehr beschlossen.

  [...] Wir bitten alle, die auf der Schättere unterwegs sind, um Rücksicht und Vorsicht.

Die als Alternative bezeichnete Waldhäuser Steige ist damit als "Radweg" vom Tisch. Die Polizei hatte in einer Stellungnahme die Straße wegen des gefährlichen Gefälle als Radweg abgelehnt - nun war es folgerichtig, die Schätteretrasse als einzig geeigneten Weg zu öffnen".

Ist das nun die Endlösung? Entgegen der Einsprüche? Das wäre schäbig.

Hallo Frau Hofmann,

würden Sie bitte Zitate deutlich als solche kennzeichnen. Ende des zitierten Textes ist nämlich bei"geeigneten Weg öffnen".
Wir möchten nicht, dass andere LeserInnen es so verstehen, als stamme der Satz mit der "Endlösung" von der Internetseite des ADFC. Ansonsten schönen Dank für die Werbung für den ADFC.

Den letzten Satz von unserer Kurzmeldung hätten Sie, wenn schon denn schon, ruhig auch noch zitieren dürfen. Wir hoffen nämlich tatsächlich auf ein besseres Fahrradklima und dass sich jetzt alle Leute, die gerne die Schätteretrasse benutzen wollen einigermaßen vertragen.
Da ist es nicht hilfreich, weiter Schreckensszenarien an die Wand zu malen, sondern es braucht besonnene Stimmen mit Einfluss, die für einen rücksichtsvollen Umgang werben. Damit nicht die Schwarzmaler Recht behalten.

MfG K. Berger

Karin Hofmann

Ventilator schrieb am 09.10.2020 um 15:52

Eine demokratische Entscheidung mit viel Vitamin B

Chapeau!

Ventilator

Eine demokratische Entscheidung mit viel Vitamin B

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 09.10.2020 um 14:24

1. würden Sie bitte Zitate deutlich als solche kennzeichnen. Ende des zitierten Textes ist nämlich bei"geeigneten Weg öffnen". 

2. Wir möchten nicht, dass andere LeserInnen es so verstehen, als stamme der Satz mit der "Endlösung" von der Internetseite des ADFC. 

Hallo Herr Berger, last and least:

Jeder sieht, daß mein Zitatzeichen nach "geeigneten Weg öffnen" endet. Jeder sieht, daß der Satz mit der Endlösung von mir stammt. 

Ihnen zur Empfehlung: Mehr radeln, mehr frische Luft schnuppern, Kreislauf aktivieren und die Sehschärfe vom Augenarzt überprüfen lassen. Denn: Sonst kann schnelles radeln sehr gefährlich sein. Viel Glück.

CounterSpio

Karin Hofmann schrieb am 09.10.2020 um 17:56[...] und die Sehschärfe vom Augenarzt überprüfen lassen. Denn: Sonst kann schnelles radeln sehr gefährlich sein. Viel Glück.

Pardon, Frau Hofmann, peinlich für mich. Die Anführungszeichen hatte ich tatsächlich übersehen. Ist weniger der Augenarzt als die Lesebrille. Die ist beim Radeln zum Glück nicht maßgeblich.

Danke für die guten Wünsche
K. Berger

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