Lesermeinung

Zur Überlegung, die Waldhäuser Steige für den motorisierten Verkehr zu sperren:

Seit vielen Jahren liegt dem Regierungspräsidium Stuttgart ein Antrag der Naturschutzverbände vor, der besagt, dass man die Waldhäuser Steige zur Schonung des äußerst sensiblen Biotops rund um den Kocherusprung mit Kanzelfels und Ursprungsfels für den Pkw-Verkehr sperren und insgesamt unter Naturschutz stellen solle. Der Bannwald am Kocherursprung, der sich bis zur Überquerung über den Schättere-Tunnel ausdehnt, beherbergt nicht nur zahlreiche und sehr seltene Fledermausarten, sondern auch geschützte Vogelarten wie Wanderfalke, Uhu, Kolkrabe und auch den vom Aussterben bedrohten Feuersalamander. Auch die Wildkatze wurde dort schon mehrfach gesichtet. Ganz abgesehen von den heimischen Wildtierarten, die hier immer wieder an der kurvenreichen Fahrbahn zu Schaden kommen.

Zur Erreichbarkeit von Waldhausen nach Unterkochen ist festzustellen, dass sage und schreibe drei parallel in unmittelbarer Nähe verlaufende Straßen zur Alb hinauf führen: Himmlinger Steige, Ebnater Steige und eben besagte Waldhäuser Steige.

Der Unterkochener Einzelhandel würde also unter einer Sperrung der Waldhäuser Steige kaum in Mitleidenschaft gezogen. Und Bäcker, Zahnärzte, Metzger, Blumengeschäft und vieles andere ist auch auf dem Vorderen Härtsfeld ausreichend vorhanden.

© Schwäbische Post 21.02.2018 18:48
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