Lesermeinung

Zur Verkehrspolitik:

2015 wurde das Pariser Klimaabkommen von fast jedem Staat der Erde beschlossen, dort wurde unter anderem festgehalten, die globale Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. So auch (von) Deutschland. Doch diesen großen Worten folgen zu wenige Taten. (...) Und ein Großteil unserer Kommunalpolitiker hat auch nur Straßen im Blick. Statt zu überlegen, wie wir den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern (zum Beispiel mit einer Teilreaktivierung der Härtsfeldbahn von Aalen nach Neresheim, Bau von Gleisanschlüssen an diverse Firmen, Bau eines Güterumschlagsbahnhofs, Ausbau und Elektrifizierung von Bahnstrecken), drehen sich die Diskussionen nur um Straßen, Straßen und Straßen. Diese sollen zudem teils durch FFH-Gebiete gebaut werden, um noch mehr Personen- und Güterverkehr per Straße zu transportieren. Ich stimme mit Prof. Dr. Klaus Töpfer überein, dass sich eine Wirtschaft immer stützen kann – ein durch den Klimawandel ruinierter Planet jedoch nicht. Dies haben jedoch viele Kommunalpolitiker mit ihrem Straßenfetischismus immer noch nicht verstanden.

© Schwäbische Post 04.08.2020 22:02
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Kommentare

Telegrafenamt

Leon Barth schrieb am 05.08.2020 um 16:53

Dass bei uns der Zugverkehr schlecht funktioniert, liegt vor allem am Grünen Verkehrsminister Winfried Hermann. Er hat die falschen Züge gekauft. Da reden die Grünen ständig von der Verkehrswende, doch ihr eigener Minister schafft es nicht, den Zugverkehr auf einigen Strecken zum Laufen zu bringen.

"DiE gRüNeN sInD aN AlLeM sChUlD !!1!"

…sagte der Vorsitzende der Jungen Union Aalen.

Hach ja, es muss schön sein, so ein einfaches Weltbild zu haben.

thediff

Telegrafenamt schrieb am 07.08.2020 um 17:17

"DiE gRüNeN sInD aN AlLeM sChUlD !!1!"

…sagte der Vorsitzende der Jungen Union Aalen.

Hach ja, es muss schön sein, so ein einfaches Weltbild zu haben.

Ja - und dann gibt es Politiker der Vorgängerregierung, die behaupten allen Ernstes, die Deutsche Bahn hätte uns die alten Silberlinge aus Verärgerung über die, gegen goAhead verlorene Ausschreibung "geschickt". Richtig ist aber, dass die Silberlinge aufgrund des großen Verkehrsvetrags der Vorgängerregierung seit 2003 fuhren und dazu das Land der Bahn ca. 1,2 Milliarden zuviel bezahlte. Verkehrsminister Hermann konnte in einem Vergleich in 2016, wo er auch eine Rückzahlung von 67,5 Mio. erreichte, den Austausch durch die roten Doppeldeckerwägen erreichen. Seit 2017 gibt es nun mit dem neuen Vertrag viele neue Verbindungen, verdichtete Takte, hochmoderne und neu entwickelte Züge. Lassen wir doch goAhead ebenso viel Zeit, wie der Deutschen Bahn, die sich in den letzten Jahren auch nicht mit Ruhm bekleckerte - Beispiel ICR-Ausfälle und Unfälle. 

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