Das große Krabbeln für Abzocker

Schädlingsbekämpfung Ein Wespennest unterm Dach oder ähnliches ist eine Goldgrube für unseriösen Anbietern. Sie nutzen die Notlage der Betroffenen unverfroren aus und stellen hohe Kosten in Rechnung.
  • Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-mag

Ob Eichenprozessionsspinner im Garten oder ein Nest mit Wespen im Rollladenkasten: Die meisten Menschen wollen ungebetene Insekten-Gäste schnell wieder los werden. Wer dafür einen Dienstleister beauftragt, sollte möglichst vorher einen Festpreis vereinbaren. Denn statt seriöser Profis gibt es auch viele Abzocker, die ihre Dienste im Netz anbieten, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Unseriöse Anbieter nutzen oft die Notlage der Betroffenen aus: Sie stellen Kunden teils hohe Kosten für lange Anfahrten sowie für schnelles Handeln in Rechnung. Dabei liegen die Preise üblicherweise zwischen 80 und 150 Euro – einschließlich Anfahrt. Voraussetzung ist, dass kein besonderer Aufwand nötig ist, um das Wespennest zu entfernen. Geeignete Ansprechpartner sind unter anderem Imker, zugelassene Schädlingsbekämpfer und Kammerjäger.

Behörden und Verbände fragen

Vorab am besten einen Festpreis vereinbaren.

Verbraucherschutz NRW

Wer einen seriösen Fachmann in der Nähe sucht, erhält bei der Stadtverwaltung, bei Umweltämtern oder Berufsverbänden der Schädlingsbekämpfer Hilfe. Bei der Recherche auf eigene Faust im Internet unbedingt das Impressum auf Vollständigkeit prüfen – und am besten vorab einen Festpreis vereinbaren. Wespen darf man ohne triftigen Grund nicht umsiedeln oder töten. So steht es im Bundesnaturschutzgesetz. Hornissen sind noch stärker geschützt. Wer ein Wespen-Nest ohne Einschätzung des Fachmanns entfernt, riskiert eine Geldbuße von bis zu 50 000 Euro.dpa

© Schwäbische Post 09.08.2019 15:52
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