Immobiliensanierung — Wann lohnt sich die Investition?

Nicht nur nach dem Kauf eines Altbaus schließt sich die Frage der Sanierung an. In Anbetracht steigender Energiepreise verspricht eine solche Investition eine langfristige Ersparnis. Doch selten sind Hausbesitzer dazu in der Lage, diese exakt zu berechnen. Stattdessen stützen sie sich auf grobe Analysen, die kaum mehr als eine Tendenz bieten. Doch wann lohnt sich die Investition in die energetische Sanierung der bestehenden Bausubstanz tatsächlich?

Teure Beratungen als Geschäftsmodell

Wer selbst über keine Fachkenntnisse auf diesem Bereich verfügt, dem wird von vielen Seiten eine professionelle Beratung empfohlen. Doch bereits ein solches Gutachten, welches die Schwachstellen der Immobilie anzeigen soll, bringt Kosten von mehreren hundert Euro mit sich. Zurecht dominiert auf der Seite der Hausbesitzer deshalb immer wieder die Skepsis. Denn das Gutachten selbst ist noch keine Garantie dafür, dass im Anschluss die ideale Lösung für eine verbesserte Effizienz gefunden werden kann.

Im Internet gibt es inzwischen die Möglichkeit, selbst einen tieferen Einblick in die finanziellen Hintergründe der Sanierung zu erhalten. Ein Sanierungsrechner bietet die Chance, in genau vier Schritten die optimale Sanierung aufgezeigt zu bekommen.

Neues Potenzial im Smart Home?

In den kommenden Jahren soll zudem das Smart Home zu einer besseren Effizienz beitragen. Renommierte Hersteller haben bereits jetzt moderne Steuerungselemente für den Heizkreislauf auf den Markt gebracht, die mit dem Internet verbunden werden können. Durch sehr sensible Einstellungen ist es dabei möglich, langfristig Energie zu sparen. So lässt sich etwa die Temperatur in einzelnen Wohnräumen auf das Grad genau angeben. Darüber hinaus wird der Verlauf der Temperatur im gesamten Gang eines Tages angezeigt. So kann die Temperatur der Räumlichkeiten etwa bei der Abwesenheit an Werktagen leicht gesenkt werden, um die Kosten zu reduzieren. Auf lange Sicht wird sich durch dieses Element des modernen Smart Homes wohl die Chance bieten, den steigenden Energiepreisen entgegenzutreten und selbst einen Schritt in die Richtung der Effizienz zu gehen.

Günstige Ansatzpunkte nutzen

Soll die Effizienz auf der Sanierung fußen, so gibt es eine ganze Reihe von Ansatzpunkten, die dafür bestens geeignet sind. Dazu zählt etwa die Dämmung der Kellerdecke, die bei dieser Thematik sehr gerne als Beispiel verwendet wird. Wer sich für diesen Schritt entscheidet, kann dadurch verhindern, dass die kalte Luft des Kellers den Fußboden des Wohnzimmers auskühlt. Da es für diesen Schritt nicht notwendig ist, zu einem größeren Eingriff in die Bausubstanz überzugehen, liegt ihm ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung zugrunde. Das neue Dämmmaterial kann ganz einfach direkt an der Decke zwischen den Geschossen angebracht werden, was auch in eigener Regie leicht möglich ist.

Diffizile Punkte, an denen ein Rechner klar aufzeigen kann, nach wie vielen Jahren sich die Investition auszahlt, sind ebenfalls in großer Zahl vorhanden. Dazu zählt etwa die Frage nach einer besseren Isolierung der Fenster. In Altbauten entsprechen diese bei weitem nicht den Standards der aktuellen Jahre. Stattdessen handelt es sich um einfache Konstruktionen mit hölzernen Rahmen, die nicht für die Isolierung ausgelegt sind. So mag der einmalige Austausch zwar höhere Kosten mit sich bringen. Auf der anderen Seite handelt es sich um einen Schritt, der gerade bei Häusern, die vor dem Jahr 1970 gebaut wurden, wesentliche Einsparungen mit sich bringt.

Bildquelle: Pixabay user:stux

© Schwäbische Post 09.01.2019 11:31
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