Rechtzeitig sanieren spart Folgekosten

Bausubstanz Bei Schäden an der Fassade können durch eindringende Feuchtigkeit teure Instandhaltungen folgen. Daher ist es ratsam, sich rechtzeitig mit der Renovierung zu befassen.
  • Foto: djd/Böger Systemklinker

Schnee und Frost setzen der Fassade häufig deutlich zu. Die Farbe blättert ab, der Putz bröckelt und zeigt Risse. „Es lohnt sich, die Fassade des Eigenheims nach der kalten Jahreszeit ausführlich zu inspizieren, denn vorbeugen ist besser als ein Bauschaden“, mahnt Fachmann Ingo Lehmann vom Klinkersystemhersteller Böger aus Brandenburg. „Ohne Kontrolle riskieren Immobilienbesitzer, dass Feuchte über Risse und Löcher im Putz in die Gebäudehülle eindringt. Auch das Mauerwerk kann mitunter betroffen sein.“

Problemlose Montage

Wer die Fassade sorgfältig abklopft, kommt Hohlräumen hinter dem Putz auf die Spur. Wird ein längeres Stück Klebeband auf die Fassade gedrückt und ruckartig gelöst, zeigt sich, ob der Putz noch tragfähig ist. Bleiben größere Stücke hängen, ist eine komplette Fassadensanierung angesagt und nicht nur ein neuer Anstrich. Im Vergleich zum Putz sind andere Fassadenbekleidungen wie Holz-, Kunststoff- oder Klinkerelemente langlebiger. Allerdings müssen sie gemeinsam mit der entsprechenden Dämmung angebracht werden. Mit modernen Systemen können dies versierte Hobbyhandwerker jetzt auch mühelos selbst umsetzen. So gibt es Vollwärmeschutzplatten mit echten Klinkerriemchen, die mit Hilfe spezieller Befestigungsbuchsen an der Hauswand angeschraubt und verbunden werden, indem die Ausschäumkammern mit PU-Schaum gefüllt werden. Dies verhindert das Auftreten von Wärmebrücken. Der Fachmann kann die einzelnen Montageschritte genauer erklären.

Wärme- und Schallschutz

Verschiedene Systemkomponenten wie Eckelemente für die Einfassung von Öffnungen erleichtern die Arbeit. Dank einer nachträglichen Verfugung zwischen den einzelnen Klinkerriemchen ist die Fassade schlagregendicht und sturmsicher geschützt.

Ein Polyurethan-Hartschaum-Träger beim Wärmeschutz reduziert nicht nur deutlich mögliche Energieverluste des betroffenen Gebäudes, sondern trägt zudem effektiv zum Schallschutz bei. Die Systemklinkerplatten zum Beispiel stellen eine Kombination aus echten eingeschäumten, rund 18 Millimeter starken Klinkerriemchen und dem Dämmstoff Polyurethan dar. Der spezielle Aufbau und die Oberflächenspannung des Klinkerpanels kann die Ausbreitung gerade von tieferen Schallfrequenzen deutlich reduzieren. Dies erhöht die Wohnqualität und das persönliche Wohlbefinden. Denn Lärm ist ein wesentlicher Stressfaktor und ein Risiko für die Gesundheit. djd

© Schwäbische Post 22.02.2019 16:46
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