Signalstörung statt Fernsehabend

WLAN  Egal ob im Kinderzimmer oder im Wohnzimmer beim Fernsehen – eine gestörte WLAN-Verbindung sorgt im Haus schnell für Verdruss. Wie sich der Internetzugang rasch wiederherstellen lässt.
  • Sitzen alle Kabel richtig im Router? Manchmal sind WLAN-Störungen leicht zu beheben. Foto: Christin Klose/dpa

Chips und Getränke sind griffbereit, die Serie flimmert über den Bildschirm. Doch dann ruckelt es, und die Bilder laufen nur noch stockend. Schuld daran: das schwache WLAN. Mit diesen und ähnlichen Problemen haben viele zu kämpfen. Die Ursachen, dass eine Verbindung zu langsam ist oder abbricht, sind verschieden.

Wenn es im Heimnetz zu Störungen kommt, sollte der Verbraucher zunächst folgende Dinge prüfen: „Sitzt das Router-Netzteil fest in der Steckdose? Ist die Firmware des Routers auf dem neuesten Stand, also sind alle Updates des Herstellers eingespielt?“, rät Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal „teltarif.de“.

Ist die Verbindung zu langsam, kostet das viel Zeit beim Laden von Inhalten – und damit Nerven. Ein Grund kann ein veralteter Router sein, der sich etwa mit Übertragung hochauflösender Full-HD- oder UHD-Videos schwertut. „Das trifft zum Beispiel zu, weil ein Teil der WLAN-Verbindung nur mit dem alten Übertragungs-Standard 802.11g arbeitet“, erläutert Thomas Rau von der Zeitschrift „PC-Welt“.

Eine weitere mögliche Ursache sind Funknetze aus der Nachbarschaft. Die Funksignale können überlappen oder die Netze auf demselben Kanal funken. Beides führt dazu, dass die Datenübertragung im eigenen WLAN gedrosselt wird.

Probleme beheben

Den Router platzieren Nutzer in der Mitte des Bereichs, den das WLAN abdecken soll.

Thomas Rau, Redakteur PC-Welt

Wie lassen sich die Probleme beheben? Grundsätzlich sollten Verbraucher ihren Router zu Hause möglichst zentral aufstellen. Idealerweise hält man den Abstand zwischen Router und Empfangsgerät gering. „Den Router platzieren Nutzer in der Mitte des Bereichs, den das WLAN abdecken soll und am besten höher in einem Regal“, rät Rau. In einer Ecke, hinter Möbeln oder einer dicken Wand steht das Gerät lieber nicht. Die Empfangsstärke in bestimmten Räumen lässt sich anhand der WLAN-Anzeige des Smartphones oder Computers erkennen. Es empfiehlt sich, die Zahl der Geräte im WLAN-Netzwerk gering zu halten. Stationäre Geräte wie Spielekonsole oder PC sollten besser per Kabel mit dem Internet verbunden werden. So bleibe das Funknetz störungsfreier, erklärt Jan Kluczniok vom Portal „Netzwelt.de“.

Eine spürbare Verbesserung der Verbindung kann der Wechsel in das 5-Gigahertz-Netz bringen. Dazu sind nur minimale Änderungen in den Einstellungen des Routers nötig. Viele aktuelle Router können sowohl mit 2,4 GHz als auch mit 5 GHz funken.

Grundsätzlich besitzen 5-GHz-Netze eine geringere Störungsanfälligkeit. „Ältere Geräte unterstützen allerdings keine 5-Gigahertz-Frequenzen und finden daher das entsprechende WLAN-Netzwerk nicht“, warnt Jan Kluczniok. Wer auf Nummer sicher gehen will, keines seiner Geräte vom Netz abzuhängen, setzt auf einen Router mit simultaner Dual-Band-Funktion. Dieser kann gleichzeitig in beiden Frequenzbereichen funken.

Eine weitere Maßnahme: die Änderung des WLAN-Kanals. Im Menü des Routers könne man auf eine Kanalnummer wechseln, die noch nicht so stark frequentiert ist, erklärt Alexander Kuch. „Das kann die Datenübertragung signifikant beschleunigen.“ Verbessern lässt sich die Verbindung mit einem Repeater. „Dieser leitet die Signa-le des Routers weiter und vergrößert die Abdeckung des WLANs“, erklärt Rau. dpa

© Schwäbische Post 21.06.2019 15:13
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