Zocken beliebt wie nie zuvor

Deutschland zockt. Längst sind es nicht mehr Kinder und Jugendliche, die vor wie verrückt stundenlang spielen und zocken. Es sind vor allem die Älteren, die Erwachsenen, die regelmäßig vor dem PC oder den Konsolen sitzen. Zocken das sind Videospiele, aber auch Casino-Spiele.


Es gibt viele Statistiken zum Gamingverhalten der Deutschen. Sie alle beinhalten ein identisches Ergebnis. So brachte die Studie der Innofact von 2018 aufschlussreiche Zahlen. 45 Prozent aller Bundesbürger spielen und das sogar regelmäßig. Ab 14 Jahren geht es gelegentlich los, wobei in diesen jungen Jahren immer öfters sogenannte Hardcore-Spieler zu finden sind, die jeden Tag über mehrere Stunden lang spielen. Gaming, zocken, das war lange eine fast reine Männerdomäne. Doch das Bild hat sich mittlerweile grundlegend gewandelt. Spielen 59 Prozent der Männer, sind es bei den Frauen fast 41 – 42 Prozent. Ein großer Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht kaum noch.

Was wird gespielt

Das Angebot ist so unterschiedlich wie es bunt ist. Von zart bis brutal reichen die Spiele. Interessant ist dabei die Fokussierung. 28 Prozent aller Gamer konzentriert sich ausschließlich auf ein Spiel. Fast 50 Prozent hingegen haben neben dem Lieblingsspiel vielleicht noch ein oder ein zwei andere Spiele.
Um die 23 Prozent lassen sich als Variety Gamer bezeichnen. Sie haben kein bevorzugtes Lieblingsspiel, sondern lieben die Abwechslung.

Dabei ist auffallend, dass vor allem das Zocken regelmäßig zunimmt. Mit Zocken sind die Casinospiele gemeint. Im Gaming Club Online Casino werden heute alle Arten von Wettspielen angeboten. Vom klassischen Roulette, den virtuellen Spielautomaten bis hin zum Online Poker und vielen anderen Varianten. Längst muss dabei nicht mehr mit Echtgeld gespielt werden. Die Software der Anbieter wird immer besser, das virtuelle Spielvergnügen realistischer, dass hier gerade bei den Männern gerne Stunden im Online-Casino verbracht werden. Gleichzeitig verlocken die Seiten mit hohen Einzahlboni. Zwar gibt es in diesem Bereich auch vermehrt Frauen, dennoch sind sie derzeit in der Minderzahl. Der Trend aber zeigt, sie holen auf.

Konsole oder Computer

Eine Prestigefrage? Vielleicht. Vermutlich aber mehr eine Preisfrage, folgt man den Zahlen. So spielen fast überwiegend Erwachsene bevorzugt mit Konsolen. Die Anschaffungspreise liegen oft höher, so dass Kinder und Jugendliche überwiegend den Computer und das Smartphone zum Spielen nutzen. Allerdings überwiegen derzeit noch die Offline-Games an den Konsolen, während auf den anderen Endgeräten Offline- und Online-Games zu beiden Teilen gleichermaßen genutzt werden.
Fünf Stunden pro Tag verbringt ein Deutscher im Schnitt vor dem PC. Darunter fallen aber alle Online-Tätigkeiten. Vom Schreiben einer Email bis hin zum Besuch in den Sozialen Netzwerken. Das Spielen nimmt ungefähr 1,5 – 2 Stunden pro Tag ein. Wobei Spieler am Computer wesentlich mehr Zeit damit verbringen, als Konsolennutzer.

Gaming ist eine Sportart

LAN-Partys waren einmal. Dennoch boomt das Spielen so sehr, dass es immer weitere E-Sport Arten gibt. Ganze Wettkämpfe werden offiziell ausgetragen und über Streaming-Dienste ausgestrahlt. Die Diskussionen sind kontrovers, ob Gaming wirklich eine Sportart ist. Dennoch steigt das Interesse an den Austragungen seit Jahren. Fast 35 Prozent der Spieler schauen sich das ab und zu an (Tendenz steigend).

Interessant ist noch der kurze Blick auf den finanziellen Freiraum. So soll jeder vierte Gamer 500 Euro und mehr für sein Hobby monatlich zur Verfügung haben.

© Schwäbische Post 21.06.2019 08:08
1107 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.