Guten Morgen: Lars Reckermann über neue Floskeln, die sich breitmachen, wenn sich zwei begrüßen.

Gestatten: Astra

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lars reckermann

Was waren das noch für Zeiten, als sich zwei Menschen mit Vor- und Nachnamen vorgestellt haben. Vom Handschlag traue ich heutzutage ja gar nicht mehr zu sprechen. Doch inzwischen ist auch der erste Vorname nur noch zweitrangig. Geimpft oder Nicht-Geimpft sind die beiden Vornamen, die aktuell zur Begrüßung ausgetauscht werden. Das Impfmittel ersetzt den Nachnamen, wahlweise auch das Datum der Erstimpfung oder die Anzahl der Ärzte, Impfzentren oder diverse Foren, auf denen man sich registriert hat.

Beispiele? Statt „Lars Reckermann“ könnte es heißen: „Geimpft, Astra“. Zu hören war auch schon: „Bald geimpft, Johnson und Johnson, nächsten Mittwoch“. Der neue Vorname löst bei vielen Expertinnen und Experten auch gleich eine Diagnose aus: „Erste Impfung wird schlimmer als die zweite.“ Wenn man wie ich inzwischen über 50 Jahre alt ist, gibt es noch etwas Spott oben drauf. „Ach über 50 Jahre sind Sie schon, dann soll es ja nicht so schlimm werden.“ Wie war noch gleich mein Name?

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