Kommentar von Katharina Scholz

Kleine Klatsche für die CDU

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Katharina Scholz
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Kommentar: Katharina Scholz findet, dass nach der Aufarbeitung noch nichts geklärt ist

Thomas Wagenblast hat Glück gehabt. Glück, dass ausgerechnet Norbert Rehm der dienstälteste Stadtrat ist. Der Rebell ist bei vielen Kolleginnen und Kollegen im Gremium unbeliebt. Dieses Jahr haben sie ihn nicht einmal in den Gutachterausschuss gewählt. Klar, dass die anderen Fraktionssprecher sich dagegen aussprechen, dass er im Namen des Gemeinderats den neuen OB verpflichtet. Dass Rehm trotzdem 13 Stimmen bekommt, ist bezeichnend. Das ist zumindest eine kleine Klatsche für die CDU und ihren Fraktionssprecher Wagenblast. Die sogenannte Aufarbeitung der Vorgänge rund um die OB-Wahl ist für die CDU abgeschlossen. Doch geklärt ist gar nichts. Etwas mehr Demut und Transparenz hätte gut getan. Denn was genau dazu geführt hat, dass Inge Birkhold nicht kandidiert hat, ist der Öffentlichkeit immer noch nicht bekannt. Verantwortung hat niemand übernommen. Stattdessen haben sich Fraktion und Stadtverband geschlossen hinter Wagenblast gestellt, als er am Montag die Vertrauensfrage stellte. 13 Rätinnen und Räte wollten ihm nun nicht vertrauen, was die Vereidigung angeht. Die Abstimmung war geheim. Gut möglich, dass auch jemand aus der CDU-Fraktion gegen ihn gestimmt hat. Jemand, der sich am Montag nicht getraut hat, die Hand zu heben.

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