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Allein im Regen beim Hochwasserschutz

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Gerhard Königer rät zu gemeindeübergreifender Kooperation.

Die Gemeinde Hüttlingen steht mit der Aufgabe, die Bürger in Niederalfingen vor Überflutung zu schützen, ziemlich allein im Regen. Fast überall im Landkreis planen Wasserverbände den Hochwasserschutz und finanzieren den Betrieb der Rückhaltebecken.

Dabei sieht man mittlerweile den Bau großer Rückhaltebecken eher kritisch. Weil sie viel Geld kosten, gewaltige Eingriffe in die Natur darstellen und weil auch ein Stauwerk zur Gefahr werden kann. Eine Staumauer zu betreiben und zu sichern, verursacht Folgekosten. Das sieht man am Bucher Stausee, wo aktuell teuer saniert werden muss.

Auch aus diesem Grund wäre Hüttlingen wohl gut beraten, mit mehreren kleineren und günstigeren Lösungen den Anliegern am Schlierbach zu mehr Hochwasserschutz zu verhelfen. Allerdings müsste die Gemeinde Neuler wohl mit ins Boot, die landwirtschaftliche Nutzung im Schlierbachtal würde vermutlich eingeschränkt und private Interessen müssten sich dem Gemeinwohl unterordnen.

Eine Garantie für trockene Keller wird es in Niederalfingen trotzdem niemals geben. Dafür ist der Schlierbach zu schwer zu bändigen. Und wer garantiert, dass es angesichts des Klimawandels künftig bei einem HQ100 bleiben wird?

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