Kommentar

Die Sprache der Zahlen

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Gerhard Königer über den Haushaltsplan 2021

Nach Jahren positiver Rechnungsabschlüsse kündigt der Interimskämmerer Wolfgang Baur für 2021 ein Defizit an. Das ist noch kein Drama. Auch der Anstieg der Verschuldung in den Folgejahren ist akzeptabel. Denn die Stadt will mit der Landesgartenschau, der Erweiterung des Gewerbegebiets und der Konversion den Sprung in die Zukunft schaffen.

Das stramme Investitionsprogramm mit einem ausgeglichenen Haushalt umzusetzen, würde an Zauberei grenzen. Trotzdem ist es sicher kein Fehler, wenn der OB auf die Bremse tritt und eine strukturelle Veränderung will.

Allen, die jetzt sagen, diese Verschuldung treibe die Stadt in den Ruin, sei angeraten auch mal die positiven Entwicklungen zu sehen. Ellwangen hat 25 Millionen Euro Rücklage, zahlt jährlich bereits Negativzinsen im mittleren fünfstelligen Bereich und schließt möglicherweise auch 2020 ohne Defizit ab.

Die geplanten, großen Investitionen, insbesondere das Gewerbegebiet, werden langfristig gute Rendite bringen. Nur wenn Corona doch noch den heimischen Mittelstand trifft, muss man sich Sorgen um die Stadtkasse machen.

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