Kommentar

Eine Frage der Vernunft

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Werner Röhrich zur Absage Gmünds an die Kunstturn-DM

Es war die richtige Entscheidung der Stadt Schwäbisch Gmünd, das Kunstturnfinale nicht als Mammutevent in der großen Gmünder Sporthalle zuzulassen. Es ist nicht die Zeit, um mit solchen ansonsten durchaus prestigeträchtigen Veranstaltungen mit bundesweiter Ausstrahlung zu punkten. Eine Deutsche Meisterschaft vor voller Kulisse in eigener Halle wäre für die Athleten von Paul Schneider das Sahnehäubchen einer grandiosen Saison gewesen.

Aber eine solche Kulisse wird es ohnehin nicht geben. Nicht in Schwäbisch Gmünd und auch nicht anderswo. Schon lange steht fest, dass dieses DM-Finale ohne Zuschauer über die Bühne gehen wird. So wie es in anderen Sportarten – bei den Fußball- und den Handballprofis zum Beispiel – auch ist.

Wenn wir uns daran erinnern, wie viele Sportler zuletzt nach ihrer Rückkehr von Fußball- und Handballländerspielen aufgrund positiver Corona-Tests in Quarantäne mussten, darf man durchaus darüber nachdenken, ob es angesichts teils dramatisch steigender Infektionszahlen nicht tatsächlich vernünftiger wäre, diese Meisterschaft aufs nächste Jahr zu verschieben.

Für die Sportler wäre dies eine äußerst harte Entscheidung. Gewiss. Und doch vielleicht die richtige.

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