Stadtentwicklung und Integration auf dem Hardt

Es kommt auf die Menschen an

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Gmünds Hardt ist im Gespräch. Am Donnerstag besuchten Vertreter der Bundesstiftung Baukultur den Stadtteil. An diesem Samstag wird ein Rundweg auf dem Sonnenhügel eröffnet. Dies ist eine Aufmerksamkeit, die dieses Quartier lange schon verdient. Nachdem die Situation des „armen Nordens“ und des „reichen Südens“ im Stadtteil über Jahrzehnte hingenommen worden ist, ist in den vergangenen Jahren so richtig etwas in Bewegung gekommen.

Keine Stadtspitze hat sich mehr um das Quartier gekümmert als die aktuelle. Der Bürgerverein „Starkes Hardt“ unterstützt sie dabei. Es gibt auf dem Hardt nicht mehr nur die Jahr für Jahr steigenden Straßenfeste, bei denen sich Jahr für Jahr dieselben Menschen begegnen. Der Stadtteil verändert komplett sein Gesicht. Es entstehen neue Geschäfts- und Wohnräume. Der Bauhof soll verschwinden - für weiteren Wohnraum. Die Studierenden der Pädagogischen Hochschule sollen so in das Quartier hineinwachsen. Und, was am schwersten wiegt, die Oberbettringer Straße, bislang scharfe Trennlinie, wird entschärft. Das Tempo wird verlangsamt. Zwischen Nord und Süd entsteht, als Ort der Begegnung, der Europaplatz.
Klingt alles gut. Ist es auch. Dennoch ist der Erfolg nicht garantiert. Ob aus dem Hardt ein Stadtteil mit gesunder sozialer Mischung wird, hängt davon ab, wie die Bewohner städtebaulich geschaffene Chancen, die Möglichkeiten zur Begegnung, nutzen. Die jüngst geführte Diskussion über Schulbezirke für Uhlandschule und Grundschule Hardt zeigt, wie weit dieser Weg noch ist. Bei allen Anstrengungen der Stadt - am Ende kommt's auf die Menschen an. Die der Aufnahmegesellschaft. Und die bestehender Parallelgesellschaften.Michael Länge

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