Kommentar von Ulrike Schneider zur Aktion #Hans muss bleiben

Kirche mit zu starren Regeln

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Ulrike Schneider

Hans-Christian Richter hat als Pastoralassistent in Aalen viel Neues gewagt. Sein Erfolg ist sichtbar. In Click-Zahlen online und bei Präsenzveranstaltungen. Jetzt soll damit Schluss sein? Nur weil es die Regeln der Diözese es so wollen? Sicher muss es darum gehen, eine ausgeschriebene Stelle optimal zu besetzen. Doch den Beweis hat Hans-Christian Richter bereits angetreten.

55 000 Clicks auf der neuen, von ihm geschaffenen YouTube-Plattform der Seelsorgeeinheit Aalen. Krippen-, Narren- und Osterweg mit begeisterten „Pilgern“ oder der Gottesdienst #song4u“, der einen festen Platz für viele Jugendliche hat, sind nur einige der schlagkräftigen Argumente für den Verbleib Richters.

Die Zuständigen des Ordinariats in Rottenburg mögen ihre Regeln haben. Aber in Zeiten, in denen die katholische Kirche sich fragen muss, wie sie in der Zukunft wahrgenommen werden will, geht es nicht allein um Traditionen. Es geht um Relevanz, um neue Wege, um mehr Demokratie und darum, kleinere Einheiten, wie die Kirchengemeinden vor Ort ernst zu nehmen und in Entscheidungen einzubeziehen.

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