So wichtig wie Wasser

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Erik Roth
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Kommentar von Erik Roth über die Breitbandversorgung in der Region.

„Stellen Sie sich vor, wir hätten das mit Wasser gemacht“, sagte Wirtschaftsförderer Alexander Groll beim Gespräch über die Privatisierung der Breitbandversorgung. Stellen wir es uns doch einmal vor. In der Innenstadt würde sich wahrscheinlich nichts ändern. Es gäbe fließendes Wasser, Bewohnerinnen und Bewohner hätten keine Probleme. Aber wie wäre es im Gehöft mitten im Wald?

Hätten die Menschen dort überhaupt sauberes, fließendes Wasser? Oder wäre es eine verdreckte, praktisch unbrauchbare Brühe? Stünden pro Tag womöglich nur wenige Liter zur Verfügung, bevor die Leitung dicht macht? Oder gäbe es regelmäßige Totalausfälle? Denn mit dem Internet in dünner besiedelten Gegenden verhält es sich oft genau so: so langsam, dass es kaum nutzbar ist oder geprägt von Störungen.

Zugegeben: Wasser ist essenziell notwendig für das Überleben - das Internet nicht. Aber die Bedeutung des Internets ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer größer geworden. Und das wird sich auch nicht mehr ändern. Im Gegenteil: Es wird zunehmend wichtiger, immer größere Datenmengen zuverlässig zu empfangen oder zu versenden.

Es ist eine gute Nachricht, dass die Stadt Schwäbisch Gmünd nun aktiv werden darf. Und dabei großzügig gefördert wird. 44,5 Millionen Euro fließen in den Ostalbkreis für den Ausbau, 9,4 Millionen landen in Gmünd. Von heute auf morgen wird der Zustand zwar nicht behoben sein. Aber in fünf Jahren darf es keine Ausreden mehr geben, warum das Homeoffice internetbedingt ins Wasser fällt. Erik Roth

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