Zur Sitzung im Aalener Ratssaal

Pro: Ulrike Wilpert plädiert für Augenmaß

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Ulrike Wilpert

Vollkasko gibt's nicht.

Eins vorweg: Nein, ich zähle mich nicht zu den Corona-Leugnern. Und ich habe auch nichts am (Alu)-Hut mit all den Querdenkern und Verschwörungsmystikern, die sich weder durch gut gemeinte Appelle noch durch spöttisches Kopfschütteln auf den Boden der Vernunft zurückholen lassen. Ich bin zweimal geimpft, ziehe die Maske über Mund und Nase dort, wo es gefordert ist.

Aber auch durchaus freiwillig, wenn ich mich draußen im Menschengedränge unsicher fühle, wie neulich im Urlaub auf der quirligen italienischen Piazza. Ja, Abstand halten ist wichtig. Aber das Augenmaß sollte dabei nicht verloren gehen. Am Tag der Ratssitzung waren bei uns im Ostalbkreis rechnerisch keine zwölf von insgesamt 100 000 Menschen infiziert. Inzwischen ist in Baden-Württemberg mehr als jeder zweite Erwachsene vollständig geimpft. Nein, ich habe mich nicht gefährdet gefühlt auf meinem Presseplatz in der ersten vollen Präsenzsitzung im Ratssaal. Vielmehr gefröstelt, weil die Durchlüftung so gut funktioniert hat. Und ich habe sogar die Maske abgesetzt, um zu verhindern, dass mir beim Schreiben die Brille anläuft. Denn ich weiß: Es gibt keine Vollkasko-Versicherung gegen Corona.

Zum Contra von Redakteurin Katharina Scholz: Bitte mehr Abstand!

Zum Artikel: Schelte für erste Sitzung in Präsenz im Aalener Ratssaal

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