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Wer gibt am Ende nach?

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Robine Rebmann findet, dass die Spannungen zu hoch sind

Ein Bürgermeister, der kurz vor der Kapitulation steht und Gemeinderäte, die in einem sachlichen Bericht eine Diffamierung vermuten – gesund kann das nicht sein. In der vergangenen Sitzung des Gemeinderats Tannhausen wurde oftmals der Vergleich mit Unternehmen gezogen – denn man müsse wirtschaftlich denken.

Doch im Jahr 2021 wird in den meisten Unternehmen auch die Auffassung vertreten, dass ein erfolgreicher Mitarbeiter aus intrinsischer Motivation, also aus innerem Antrieb, handelt. Anerkennung und eine vertrauensvolle Umgebung sind zwei Faktoren, die das fördern.

Für Außenstehende war davon in dieser Sitzung aber nicht viel zu erkennen. Es herrscht ein rauer Umgangston, die Belange von Beteiligten werden bagatellisiert.

Ob ein Hauptamtsleiter gebraucht wird, oder nicht, muss demokratisch das Gremium entscheiden. Doch um die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gemeinderat in Zukunft nicht zu gefährden, scheint etwas anderes nötig zu sein: Etwa eine Aussprache, Zugeständnisse und ein Entgegenkommen. Dass Gemeinderäte und Verwaltung unter dieser angespannten Situation leiden, ist offensichtlich. Doch am Ende sind es auch die Bürgerinnen und Bürger, die leiden.

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