Lesermeinung

Abtreibung kein Verhütungsmittel

Zur Diskussion um den Lebenswert-Kongress in Gmünd:

Vor einigen Jahrzehnten gab es einen Friedensnobelpreis für einen Mann der dazu aufrief, jedes Leben, seien es Pflanzen, Tiere oder Menschen als „heilig“ zu

zu achten. Dem in Not geratenen Leben solle man helfen. (1954, Albert Schweitzer). Und angesichts der Gräueltaten des Zweiten Weltkrieges formulierte er: „Dem denkend gewordenen Menschen gilt als gut: Leben erhalten, Leben fördern, entwickelbares Leben auf seinen höchsten Stand zu bringen. Dem denkend gewordenen Menschen gilt als böse: Leben vernichten, Leben schädigen, entwickelbares Leben niederhalten.“ Gelten diese Werte heute nicht mehr? Inzwischen wird ein Gesetz gefordert, das einem individuellen Menschen, nämlich den Müttern/Frauen, das Recht zur Abtreibung einräumt. Bedeutet das nicht, einen anderen, unschuldigen und wehrlosen Menschen zu töten? Und in Folge sollen alle Ärzte dazu verpflichtet werden, dieses Recht umzusetzen, ohne Möglichkeit der Gewissensentscheidung. Abtreibung ist die Auslöschung eines entstehenden Lebens. Es gibt sicherlich Notsituationen, wo eine Abtreibung notwendig sein kann, aber Abtreibung ist kein Verhütungsmittel! Wenn man ungewollt schwanger ist, gibt es auch andere Möglichkeiten, als abzutreiben. Es gibt gute Beratung, es gibt finanzielle Hilfen. Viele Kinderlose warten auf ein Kind zur Adoption. Und es hat den Vorteil, den betroffenen Frauen das Trauma eines verlorenen Kindes zu ersparen.

Claudia Quiring,

Schwäbisch Gmünd

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