Lesermeinung

„Albaufstieg“ meint NeubauMehrheit will keinen Ausbau

Zum Artikel „40 Prozent für Ausbau der Ebnater Steige, Schwäpo vom 5. Januar:

Der Artikel beginnt mit der Behauptung, dass, wer Albaufstieg sagt, meist eine neue Trasse zwischen der B 19 bei Unterkochen und der A7 bei Ebnat meint. Schon diese These muss stark bezweifelt werden. Wenn Sie einen „normalen Bürger“, der sich nicht mit dem Albaufstieg beschäftigt hat, fragen, ob er für den Ausbau der Ebnater Steige sei, antworten die allermeisten mit „Ja“, ohne sich zu fragen, ob damit der Ausbau der Bestandstrasse oder eine neue Trasse gemeint ist. Dieses „Ja“ heißt nur, dass er zukünftig schneller zur A7 oder nach Ebnat gelangen will. Folglich ist die Frage nicht differenziert genug gestellt worden. Wesentlich aussagekräftiger ist daher die Frage nach den Besorgnissen, wo a) Eingriffe in Natur und Landschaft, b) Umweltauswirkungen (Lärm und Abgase), c) Barrierewirkung der Ebnater Steige in Unterkochen und d) bauliche Auswirkungen in Unterkochen zur Auswahl standen. Hier machen sich 60 bis 70 Prozent der Befragten Sorgen um jeden dieser Aspekte. Die Aspekte b, c und d beziehen sich jedoch auf den Ausbau der bestehenden L 1084 durch Unterkochen, was offensichtlich 60 – 70 Prozent der Befragten nicht wollen. Der einzige Aspekt, nämlich a, bezieht sich in den Besorgnissen auf einen Neubau. Da aber die vorliegenden Trassenvorschläge bisher nicht im Detail vorgestellt wurden, können die meisten Bürger sich dazu kein kompetentes Urteil bilden. Wird ihnen, den Bürgern, der Trassenvorschlag der BI Unterkochen im Detail vorgestellt, so kann man sogar die Natur- und Tierschützer vor Ort für einen Neubau überzeugen! Dazu muss aber vor einer Befragung tatsächlich eine „vollkommene“ Information über Details der Varianten stattfinden. Das vermisst die BI Unterkochen bisher.

Eugen Beyer

Mutlangen

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