Bäume und Bänke sind wichtig

  • Weitere
    schließen

Zum Artikel "Wo verträgt die Innenstadt Bäume?", erschienen in der GT am 25. März: Wo verträgt die Innenstadt Bäume? Eindeutig in der Bocksgasse/Johannisplatz!

Zum Artikel "Wo verträgt die Innenstadt Bäume?", erschienen in der GT am 25. März:

Wo verträgt die Innenstadt Bäume? Eindeutig in der Bocksgasse/Johannisplatz! Diese wohltuende Erfahrung konnten wir bis vor zehn Jahren lange Zeit machen. Zehn Jahre älter, schöner und größer wären sie heute, die fünf Bäume, die im Februar 2012 am frühen Morgen in der Bocksgasse einfach so abgesägt wurden. Wir erinnern uns: plötzlich war auch noch der letzte Rest an Rastmöglichkeit auf diesem grossen Platz mitten in der Stadt verschwunden, keine schattenspendenden Bäume mit Bänken, die den weiten Johannisplatz so einladend mitgeprägt hatten. Keine Möglichkeit mehr, was anderes zu tun als nur über diesen leeren Platz zu hetzen.

Und jetzt? Jetzt wird diskutiert, wo eventuell Bäume - aber bitte nicht zu viele und keine, die irgendwie irgendwann irgendwen stören könnten, die am besten gar keine Kosten verursachen – gepflanzt werden dürfen, in ein ohnehin leergefegtes, tristes Stadtbild, das bis auf wenige Ausnahmen nur noch aus zugepflasterten Strassen und Plätzen besteht. Da helfen die orangenen schwülstigen Designikonen im Barockstil von Alesssandro Mendini nicht weiter, ganz im Gegenteil, sie verdeutlichen nicht nur kreativlos die räumliche, sondern auch die inhaltliche Leere dieses Platzes.

Wie wichtig Bäume und Bänke für diesen Platz sind, können wir zwischen Café Margrit und Johanniskirche eindeutig sehen. Auch, wie beliebt diese Stelle ist!

Was stand vor vier Jahren auf einem Ihrer Wahlplakate, Herr Arnold? "Wer will mit mir Bäume pflanzen?" Frühling ist die ideale Zeit, dies zu tun. Lassen Sie uns gleich beginnen, Herr Arnold. Und dafür bräuchte es an diesen fünf Stellen in der Bocksgasse noch nicht mal eine Genehmigung. Oder ist die am Ende verfallen beim rechtswidrigen Fällen der Bäume?

"Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk‘ es, ein Jahrhundert!" (Eugen Roth).

Petra Kurz-Ottenwälder, Schwäbisch Gmünd

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL