Lesermeinung

„Baummassaker“ stoppen

Zum Thema: „Baumfällungen in der Jagstaue“:

Kann denn niemand das Baum-Massaker in Ellwangen stoppen? Angebliche Fachleute und Naturschutzbeauftragte zeigen hier eine Zerstörungswut, die viele Bürger fassungslos macht. Persönlich bin ich weder gegen eine Landesgartenschau noch gegen sensible Eingriffe in die Natur. Auch eine Remäandrierung der Jagst ist sicher nicht verkehrt. Aber wozu werden hier jetzt große gesunde Bäume umgemacht, die weit von der Jagst entfernt stehen und kerngesund sind?

Wiederholt wird argumentiert, dass „nur“ 170 Bäume gefällt werden sollen. Bei einer Vor-Ort-Besichtigung habe ich beim 400. gefällten Baum traurig aufgehört zu zählen. Und zum Recycling-Programm kann ich nur sagen: Ein einziger schöner lebender Baum ist mir lieber, als die größte Totholzpyramide der Welt! Und was als „Wildwuchs“ abgetan wird, war eben jenes lebendige Ökosystem, das die Gartenschau-Macher nun vom Schreibtisch aus versuchen, (mit viel Steuergeld) künstlich wieder herzustellen. Freilich werden kleine Bäumchen gepflanzt, von denen auch ein paar groß werden können, aber halt leider erst in 80 Jahren. (...)

Ulrich Brauchle, Ellwangen

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