Leserbrief

Blick in einen alten Brandbrief

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Die Sanierung der Buchstraße Die Sanierung der Buchstraße steht wieder zur Entscheidung im Gemeinderat an. Dazu einen Bürgerbrief von 2011. "...

Die Sanierung der Buchstraße

Die Sanierung der Buchstraße steht wieder zur Entscheidung im Gemeinderat an.

Dazu einen Bürgerbrief von 2011. "... wir möchten uns für das gemeinsame Gespräch bedanken und hoffen, dass Sie die Arbeiten und Anliegen des Arbeitskreises in Ihre Planungen aufnehmen. 2002 war das Startjahr für die "Soziale Stadt" in der Gmünder Oststadt. Eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Aufnahme in das Förderprogramm war die Beteiligung der Bürgerschaft an den vorbereitenden "runden Tischen". Die Verkehrssituation und -entwicklung waren mit die drängendsten Themen, die in den Stadtteilrundgängen formuliert wurden ... Der AK Verkehrsentwicklung arbeitet seit dieser Zeit an den vielen brisanten Themen: Lärm- und Emissionsschutz, sichere Schulwege, Wohnumfeld verträgliche Gestaltung der Buchstraße, Fachmarktzentrum und seine Auswirkungen ... Radwegekonzept. Zu all diesen Themen wurden Besprechungen und Informationsveranstaltungen organisiert, Konzepte und Lösungsmöglichkeiten entwickelt, gezeichnet und dafür gestritten. Manche Verbesserungsvorschläge wurden zwischenzeitlich auf unser Betreiben hin umgesetzt. Das freut uns. Leider gibt es immer noch keine ... Wohnumfeld verträgliche Gestaltung der Buchstraße nach 2012 ... Wir möchten Sie bitten, die Erschließung des Fachmarktzentrums verkehrstechnisch aus Richtung Buchauffahrt-Kreisel zu planen sowie Kreisverkehre für den Lkw-Wendeverkehr .... Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Verständnis, R. Nessel, J. Herzer, M. Zahn."

Dieser – nennen wir ihn ruhig Brandbrief – wurde dem damaligen Baubürgermeister, in der Folge der gesamten Stadtverwaltung übermittelt. Er war Teil- und Grundlage zahlreicher "runder Tische" bis mindestens 2016. Reinhard Nessel war von Beginn an seit 2002 aktiv. Die Stadtverwaltung gab zahlreiche Versprechungen im Zusammenhang des seinerzeit durchaus skeptisch aufgenommenen Bauvorhabens "Fachmarktzentrum" - Achillessehne Verkehrsbelastungen. Die Versprechungen gingen kurzfristig bis zur Umwidmung als Anliegerstraße, jeglicher Lkw-Verkehr außer Zulieferung bis TG-Heim würde unterbunden.

Die Oststadt war seit 2002 ein bürgerschaftliches Projekt par excellence. Ich habe in der Sache zwei OB und Baubürgermeister erlebt, dazu verschiedene Sozialamtsleiter, Quartiermanager*innen, Bewohner mit größten Hoffnungen.

Mittlerweile ist die Buchstraße diejenige, auf der ich sowohl als Rad- wie auch als Autofahrer größte Angst habe. Die Gefahrenpunkte würden einen weiteren Leserbrief füllen. Ich sehe auf dem Hardt einen neuen Stadtteil wachsen, habe zwei Gartenschauen mit wirklich attraktiven Stadtentwicklungen erlebt, werde sicher die Wiederbelebung der Innenstadt genießen können und eine völlig neue Stadterfahrung machen, wenn ich von Stuttgart hereinfahre.

Ob eine Wohnumfeld verträglich gestaltete Buchstraße bei diesem Erleben auch noch dabei sein wird?

Mathias Zahn, Schwäbisch Gmünd

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