Lesermeinung

Da bleibt nur das Kopfkissen

Zu den Filialschließungen der Kreissparkasse Ostalb im Kreis und der Situation in Bargau:

Vor Jahren musste ein Bauernhof dran glauben. Man „brauchte“ für eine Geschäftsstelle der damaligen Darlehenskasse „unbedingt“ einen Platz. Ein neues Gebäude entstand, mit angrenzendem Lagerhaus. In großkotziger Manier wurde aus der Darlehenskasse ein neuer Name kreiert. „Volksbank“ hieß man von nun an. Weg war der etwas “bäuerliche“ Begriff „Darlehenskasse“! Irgendwie musste die „KSK“ Wind davon bekommen haben, dass die Konkurrenz in Bargau baut. Also schnell die Fühler ausgestreckt und schon hatte man ein Grundstück im Auge. Was hat das schon für eine Rolle gespielt, wenn sich's um ein historisches Gebäude gehandelt hat, nämlich den „Adler“ mit einer sehr, sehr alten Linde, weg damit!

Man schreibt 2022, beide Geschäftsstellen haben die Schuppen dicht gemacht, wie überall im Land. Keine Überweisungen, kein Geld abheben, keine Beratung, nichts geht mehr. Die junge Generation hat kein Problem damit. Es gibt ja Handys und zur „Not“ Autos. Wir, die Älteren haben ja noch das gute alte Kopfkissen, um die paar verbliebenen Groschen zu verstecken. Armes Deutschland!

Hans Klein,

Schwäbisch Gmünd-Bargau

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