Lesermeinung

Das grenzt an Abzocke

Zum Thema „Hohe Sprit-Preise auf der Ostalb“:

Auch wenn sich mittlerweile jeder Autofahrer an die hohen Spritpreise gewöhnt hat, will ich einen aktuellen Missstand aufgreifen. Auf einer Geschäftsreise am Dienstag, den 20. September in Hamburg habe ich an den Tankstellen einen Spritpreis von 1,91 Euro je Liter Diesel und 1,87 Euro für den Liter Super.

Ca. 5 Stunden später in Würzburg - also rund 500 Kilometer entfernt – lagen diese auf dem gleichen Niveau. Von teuren Transportkosten kann also keine Rede sein. Eine Stunde und ca. 130 km weiter, im Kreis Ellwangen-Aalen, bewegt sich der Spritpreis bei den ansässigen Tankstellen für Super auf dem gleichen Niveau...also alles gut. Leider NEIN, denn der Liter Diesel steigt sprunghaft auf ein Niveau zwischen 2,07 - 2,11 Euro.

Das ist eine Frechheit und kann argumentativ nicht ausgeräumt werden. Hier findet eine gnadenlose Abzocke durch die ansässigen Tankstellenbetreiber statt.

Jeder kann sich leicht ausrechnen, dass die Mehrkosten für uns bei einer Tankfüllung mit 50 Litern auf 8,00 - 10,00 Euro steigen. Bei vier Tankfüllungen im Monat erhalten wir also 32 bis 40 Euro. Das ist nahezu der Betrag, welcher pro Monat für höhere Heiz- und Stromkosten zusätzlich drauf geht...

Während also in anderen Landkreisen der Sprit auf „normalem“ Niveau liegt, heißt es für uns hier auf der Ostalb eine doppelte Belastung. 

Umgekehrt bedeutet das für die ansässigen Tankstellenbetreiber eine Gewinnmaximierung von im Schnitt 9 Euro bei einer 50 Liter Tankbefüllung. Angenommen, 100 Kfz-Halter tanken am Tag diese 50 Liter.

Dann entspricht das einem zusätzlichen Umsatz von 900 Euro je Tag. Das bedeutet pro Monat mit ungefähr 20 Arbeitstagen (dabei sind die Wochenenden mit Samstag und Sonntag dann nicht eingerechnet) einen zusätzlichen Umsatz im Monat von 18 000 Euro. In Worten achtzehntausend Euro.

Unglaublich und absolut nicht in Ordnung.

Achim Zehender

Hüttlingen

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