Lesermeinung

Die Gmünder Radfahrer und ihre Mittelfinger

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Zum Thema Fahrradfahren in Schwäbisch Gmünd: Eigentlich wollten wir ein wenig über den schönen Gmünder Marktplatz bummeln und der gebeutelten Gmünder Gastronomie mit einem Café-Besuch unter die Arme greifen.

Zum Thema Fahrradfahren in Schwäbisch Gmünd:

Eigentlich wollten wir ein wenig über den schönen Gmünder Marktplatz bummeln und der gebeutelten Gmünder Gastronomie mit einem Café-Besuch unter die Arme greifen. Es war Sonntagnachmittag und so machten wir uns (...) auf in Richtung Innenstadt. An der Einmündung des Hauberwegs in die Rektor-Klaus-Straße ist sinnvollerweise eine Querungshilfe angebracht. Ein "Geschwader" von ca. 20 E-Bikern (...) war dabei, dort die Straße zu überqueren. Natürlich stoppten wir und ließen die (...) Meute passieren und zeigten mit erhobenem Daumen an, dass alles seine Ordnung hat. Das sollte sich schnell ändern!

Am Kreisel beim Fehrle-Steg führt ein Fußgängerüberweg direkt auf den Steg zu. Ohne auf den Verkehr (...) zu achten, donnert eine Amazone aus der Ledergasse kommend (...) über den Zebrastreifen (...). Bremsen quietschen, ein Hupkonzert setzt ein, zum Glück kam es (...) zu keinem Auffahrunfall. Mit (...) ausgestrecktem Mittelfinger "kommentierte" jene Amazone das von ihr verursachte Geschehen.

Derselbe Kreisel, derselbe Nachmittag. Eine Familie (...) überquert mit ihren Rädern (...) den Zebrastreifen in Richtung Ledergasse. Von wegen absteigen und Räder drüberschieben. In unserer inzwischen von Fahrrädern geprägten Stadt gelten halt eigene Verkehrsregeln. Und in diese werden offensichtlich bereits die Jüngsten praxisnah eingewiesen. Geht's denn noch? (...). Auf der Heimfahrt (...) müssen wir durch den Kreisverkehr am ZOB (...) in die Rektor-Klaus-Straße einfahren. Aus dem Remspark heraus kommt (...) eine sportlich dynamische Mountainbikerin geschossen. Die Szene ähnelt der am Anfang beschriebenen. (...) Allerdings mit einem Unterschied. Am erwähnten Kreisverkehr ist parallel zum Zebrastreifen ein Radweg eingezeichnet, was für Gmünder Biker wohl als Zeichen unendlicher (Narren)-Freiheit gewertet wird. Aber von unserem zweistündigen Cafébummel gibt es auch Positives zu vermelden. Die Freisitze auf dem Marktplatz waren voll belegt mit perfekt durchgestylten Radlern aller Altersgruppen. So war wenigstens der Gastronomie geholfen. Was stören da ein paar dämliche Stinkefinger?

Karl Kurz, Schwäbisch Gmünd

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