Lesermeinung

Die Reißleine ziehen

Zum Thema VfR Aalen

Der VfR Aalen bietet seit einigen Jahren das perfekte Material für Lehrfilme. Besser kann man Studenten des Sportmanagements gar nicht darlegen, wie man es nicht macht. Es scheint beinahe so, als ob jede neu zu besetzende Stelle stets mit einer weniger dafür geeigneten Person ausgefüllt wird. Das fängt beim scharenweise den Verein verlassenden Personal (Torwarttrainer/Physiotherapeut/Mannschaftsarzt) an, geht weiter über den Geschäftsführer und endet beim Trainer.

Uwe Wolf scheint ein sehr schwieriger wie lernresistenter Charakter zu sein. Er gestikuliert und schimpft an der Seitenlinie, sammelt damit mehr gelbe Karten als seine Innenverteidiger und legt sich mit eigenen Anhängern an. Er verweist Fans des Trainingsgeländes (...).

All das ist in den vergangenen 20 Jahren so noch nie vorgekommen. Professionelles Verhalten sieht meiner Meinung nach anders aus. Stur beharrt er auf seinem „Vollgas-Fußball“, von dem wir sehen, wohin es den VfR gebracht hat, nämlich ans Ende der Tabelle der Regionalliga.

Sollte in der Vereinsführung noch irgendjemand vorhanden sein, welcher die aktuelle Lage richtig einschätzen kann, dann muss beim Thema Wolf schleunigst die Reißleine gezogen werden, ehe der dritte Abstieg binnen sechs Jahren Realität wird. Ein zu langes Festhalten am Trainer hatte den Abstieg aus der 2. wie aus der 3. Liga zur Folge.

Ein paar spielerisch gute Momente und angeblich unglücklich verlorene Spiele bringen keine Punkte und keinen Erfolg. Doch nur der Erfolg zählt am Ende des Tages.

Der jetzige Trainer verfügt meiner Meinung nach nicht über die notwendigen Fähigkeiten, eine Profimannschaft erfolgreich zu führen. Das sollte mittlerweile auch für jeden in der Vereinsführung offensichtlich sein.

Andreas Lachnit

Aalen

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