Lesermeinung

Duschen verboten

Zu: Energiesparen im Sport

Gegen Ferienmitte läuft bei allen Hallensportarten die Saisonvorbereitung auf vollen Touren. Mein Damenteam  kam am Montag und Mittwoch, meine Herren am Mittwoch in die Galgenberghalle und wollten nach einem hoch intensiven Training unter die Dusche, die Tür zur Dusche war abgeschlossen.

In der Coronazeit, unter der wir seit über zwei Jahren leiden, wird in sämtlichen Verordnungen von einem Hygienekonzept geredet, was angeblich ungeheuer wichtig für die Gesunderhaltung der Bürger sei. Bei unserem Training erfolgt häufig ein Bodenkontakt eines Spielers, danach sind mindestens zwei Akteure beteiligt, um den Schweißabdruck am Boden wegzuwischen. Wie sich auch Nichtsportler vorstellen können, schwitzen die Spieler im Training aus allen Poren. Meine Spieler sitzen danach häufig bis zu einer knappen Stunde im Auto, bis sie daheim sind. Für sie ist es nicht einmal möglich, den „Kretschmann Waschlappen“ einzusetzen , weil einfach kein Wasser zugänglich ist. Diese Sparmaßnahme bringt der Stadt Aalen vermutlich pro Woche den phänomenalen Betrag von 300 Euro. Da stellt sich für mich als Bürger und Steuerzahler die Frage, welche finanzielle Einsparung für die Stadt Aalen rausspringt, wenn ich an die Dimensionen eines Stegs denke, der vermutlich das dreifache an Millionen kostet in Bezug zur Planung desselben.

Dieser Leserbrief richtet sich nicht nur gegen die Stadt Aalen, sondern gegen die ganze Kommunalpolitik , bei der geplante Millioneninvestitionen meistens um mindestens den doppelten Betrag getätigt werden, aber bei logischen für den gesunden Menschenverstand nachvollziehbaren Aspekten wie Körperhygiene im Alltag wenige Hundert Euro gespart werden.

Frieder Henne,

Trainer des Oberligisten⋌ Aalener Sportallianz Volleyball

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