Theologische Botschaft

Ein Kompass, der verbindet

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Liebe muslimische Schwestern und Brüder, ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Ramadan. Zum zweiten Mal feiern Sie- wie wir Christen die Karwoche und Ostern- in der Pandemie.

Liebe muslimische Schwestern und Brüder, ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Ramadan. Zum zweiten Mal feiern Sie- wie wir Christen die Karwoche und Ostern- in der Pandemie. Mögen Sie in Glaube, Hoffnung und Liebe aus diesen Wochen gestärkt hervorgehen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten tut es gut, sich auf die Wurzeln, die uns Kraft geben, zu besinnen. Gerade diese Zeiten brauchen Menschen die guten Kräfte des Vertrauens in Gott und der Nächstenliebe. Ein evangelischer Theologe und Pfarrer, der unter der Naziherrschaft im April 1945 im Konzentrationslager hingerichtet wurde und an wir in unserer Kirche in diesen Tagen besonders gedenken- Dietrich Bonhoeffer- gab den Menschen in der noch viel schwereren Zeit damals einen guten Kompass für das, worin Bestand liegen wird: "im Beten und im Tun des Gerechten unter den Menschen." "Beten und Tun des Gerechten unter den Menschen" ist Kompass auch heute. Ein Kompass, der uns Christen und Muslime miteinander verbindet, da beides in unseren Religionen Quelle guter Kräfte ist, uns mit Gott verbindet und mit den Menschen. So wünsche ich Ihnen mit dem berühmten Gebet von Dietrich Bonhoeffer Segen für die kommenden Wochen des Ramadan: "Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."

Ursula Richter, Dekanin

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