Lesermeinung

Eine vollwertige Querungshilfe

  • Weitere
    schließen

Zu: Fußgängersteg über Bahngleise

Die Stellungnahme der einzelnen Fraktionen zum Steg im Artikel der Schwäpo vom 7. Mai veranlasst mich zu schreiben.

Die eine Fraktion äußert: „Wir wollen die Oststadt auf attraktivem Weg an die Kernstadt anbinden.“

Die SPD, Frau Pachner, sagt: „Mit dem Steg ist die Zweiteilung der Stadt aufgehoben.“

An die Stadträte: Was bringt der Steg bei Kosten von ca. 9 Millionen Euro plus 200 000 Euro jährliche Unterhaltskosten?

Bei schönem Wetter können Fußgänger den zugigen Steg, den sie bei schlechtem Wetter meiden, nicht benutzen. Die Teilung der Stadt wird dadurch nicht beseitigt.

Benutzen Sie zur Rush-Hour die Hochbrücke, dann sehen Sie, was gegen die Teilung zu tun ist. Zumal die Verhältnisse auf der Hochbrücke in Zukunft unter Berücksichtigung der Bebauung im Osten (Kombibad, Tannenwäldle, Waldhausen usw.) noch größer werden. Verzichten Sie auf die Stegzuzahlung der Bauherren im Stadtoval.

Setzen Sie sich mit der Bahnverwaltung zusammen, wenn diese die anstehende Renovierung der Düsseldorfer Straße plant und sagen Sie: Wir bauen eine großzügige Unterführung, in der Autogegenverkehr möglich ist und Fußgänger und Radfahrer sich beim Benutzen wohl fühlen. Wir steuern zu den Baukosten die gesparten 6,5 Millionen bei (9 Millionen Euro minus verbrauchte Planungskosten minus von den Bauherren nicht erhobenen Steganteil).

Die Besucher von Hotel, Theater und KubAA könnten dann bei schlechtem Wetter mit dem Auto dorthin gelangen, ohne sich über die Hochbrücke zu quälen und die Bewohner Aalens hätten zwar ein Sahnehäubchen weniger, dafür eine vollwertige Querungshilfe.

Willi Spießhofer

Aalen

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL