Lesermeinung

Einfach nur skandalös!

Zu den Aussagen und dem Vorfall von und mit Kardinal Koch:

Der (im Nachgang feige abgestrittene, aber belegbare) Vergleich Kardinal Kochs zwischen den Reformanstrengungen der deutschen Bischöfe und Laien mit dem Treiben der „Deutschen Christen“ im „Dritten Reich“ ist skandalös. Er offenbart, dass alle anderen Argumente ausgegangen sind. So die deutsche Kirche zu diffamieren, das gab es lange nicht! Ebenso skandalös, aber weniger medientauglich: Wie Koch im Interview mit dem Begriff „Wahrheit“ operiert. Feudalismus pur!

Der „Synodale Weg“ übt dagegen Diskurs und Transparenz, gegen Angst, Denunziation und Vertuschung, legt Fundamente für Glauben und Verkündigung hier und heute, plädiert für Einheit in Vielfalt mit Mut, Unsicherheit und Widersprüche auszuhalten. Glauben und Zweifel gehören (bereits in der Bibel) zusammen. Subsidiarität und Diversität in Einheit sind weltweit lange erprobt!

Ich bin sicher, dass dies auch der katholischen Kirche gelingen wird, wenn Macht geteilt und die vielfach segensreich arbeitenden Ortskirchen als mündig wertgeschätzt werden. Statt eines ultrakonservativen Kardinals, der sich selbst disqualifiziert hat, empfehle ich den Veranstaltern Johanna Rahner oder Irme Stetter-Karp. Das böte Anregungen zum „Glauben heute“ und wäre den weltoffenen und emanzipierten Gmünderinnen und Gmündern angemessen!

Klaus Stemmler,

Schwäbisch Gmünd

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